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Kommentare

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  • Thomas Elbrecht (Donnerstag, 06. Dezember 2018 23:28)

    Hallo Martin,

    die Manöverkritik hat ja Heinz Hermann schon geliefert; und ein kleines Lob für die Pointe auch; da schließe ich mich gerne an. Ich finde, dass der Limerick für einen Erstversuch recht gut gelungen ist. Dranbleiben! ;-)

    Gruß,
    Thomas

  • Heinz Hermann Michels (Mittwoch, 05. Dezember 2018 11:02)

    Hallo Martin,

    in der ersten Zeile muss man „aus“ betonen, damit die Metrik hinhaut. Normalerweise würde man die nachfolgende Silbe „Süd“ betonen, was aber einmal 3 unbetonte Silben und einmal nur eine zwischen je zwei betonten bedeuten würde.

    Der Reim Off/doch in den beiden kurzen Zeilen ist nicht sauber.

    Statt „sprach“ in Zeile 3 würde ich „rief“ schreiben.

    Möglich, aber nicht richtig plausibel, ist, dass die Frau eines Südamerikaners Erika heißen soll. Hier wäre ein spanischer oder portugiesischer Vorname schöner.

    Die Pointe ist nicht schlecht.

  • Martin Koholni (Montag, 03. Dezember 2018 00:25)

    Liebe Mittexter,

    neulich vor dem Einschlafen meinen ersten Limerick geschrieben:

    Ein Raumfahrer aus Südamerika
    Der voll fokussiert auf die Reise war
    Sprach vor dem Lift-Off:
    „HALT STOP, ich will doch
    zurück zur geliebten Frau Erika!“

    Danke für Euer Feedback
    Martin

  • Thomas Elbrecht (Freitag, 30. November 2018 20:53)

    Hallo Heinz Hermann,

    zunächst mal vielen Dank für Ihre eingehende Beschäftigung mit dem Rabenlimerick.

    Nun, ich finde auch, dass Ihr erster Alternativvorschlag die Pointe sehr schwächt, wenn nicht gar »ruiniert«, wie Sie schrieben. Da lag vermutlich ein Missverständnis vor – kein Problem. Ihr zweiter Vorschlag entfernt sich aber leider noch viel weiter von meiner ursprünglichen Idee; im Grunde ist es so ein ganz anderer Limerick. Offenbar hat also mein Versuch, in groben Zügen meine Lesart darzustellen, keine Klarheit geschaffen, sondern nur den Boden für eine neue Fehldeutung meines Einfalls bereitet. Das ist schade.

    Aber bekanntermaßen ist es eh eine undankbare Aufgabe, Pointen zu erklären – zumal die eigenen. Ich möchte deshalb keine weiteren Versuche unternehmen, dies zu tun. Seien sie mir nicht böse, aber ich bitte Sie (und alle anderen, die möglicherweise an Alternativen basteln), es einfach bei der ersten Fassung bewenden zu lassen. Für mich ist sie gelungen und bedarf keiner Veränderung/Verbesserung. (Der Limerick ist auch kein unausgereifter Schnellschuss, sondern einige Monate alt und dementsprechend »gut abgehangen«. Übrigens: Selbst wenn ich Änderungsbedarf sehen würde, wäre es dafür eh zu spät, denn er ist ja so schon gedruckt in Umlauf.)

    Es tut mir leid, dass Sie sich da gewissermaßen »vergeblich Liebesmüh« gemacht haben, aber ich hatte ehrlich gesagt auch nicht mit Kritik am Rabenlimerick gerechnet; er sollte lediglich der allgemeinen Erheiterung dienen und nicht als »Rohentwurf« für Verbesserungsvorschläge.

    Also, nochmals vielen Dank für Ihre Mühe. Ich wünsche Ihnen und den anderen Mitstreitern ein schönes Wochenende!

    Viele Grüße,
    Thomas

  • Torsten Hildebrand (Donnerstag, 29. November 2018 13:45)

    Es kennen die Schafe aus Brenden,
    Die eigenen, düst'ren Legenden.
    Drum werd' ich's beenden.
    Ich will schnell noch wenden.
    Vom Lamm, die gebratenen Lenden.


    Ein buddhistischer Hase aus Crassel,
    Meditiert sehr geräuschvoll mit Rassel.
    Da frohlocken die ...Jäger
    Und verursachen Querschläger.
    Schon erklingt da ein Klangkunstgeprassel.

  • Heinz Hermann Michels (Mittwoch, 28. November 2018 10:23)

    Lieber Thomas,

    mein Verbesserungsvorschlag hat den eigentlichen Witz ruiniert. Das fällt mir erst jetzt auf. Der Rabe fürchtete ja nicht, dass die Brut klaut, sondern hoffte und erwartete es. Sein Misstrauen galt also der Sippe, weil sie ihm nicht unbedingt nachschlägt.

    Es konnte ein Rabe aus Plauen
    der eigenen Sippe nicht trauen.
    Die Adern der Brut
    durchströmte sein Blut,
    so konnte er hoffen: »Die klauen!«

    Alternativ für Zeile 3 und 4:
    Doch floss in der Brut
    sein eigenenes Blut

  • Thomas Elbrecht (Mittwoch, 28. November 2018 00:26)

    Hallo Heinz Hermann,

    in meiner Version steht in der ersten Zeile eindeutig, dass er seiner Sippe nicht trauen KONNTE; nicht, dass er ihr MÖGLICHERWEISE nicht trauen konnte. Insofern ist die eindeutige Aussage am Schluss auch nur für den Leser in dieser Deutlichkeit etwas unerwartet – was ja durchaus von mir beabsichtigt war. Der Rabe selbst weiß natürlich nur zu genau, wie seine Blutsverwandten ticken: Sie klauen wie die Raben!

    Sicherlich kann man auch einen anderen Limerick mit einer anderen Lesart daraus machen, aber das wäre dann nicht mehr mein Limerick – tut mir leid.

    * * *

    Hallo Walter,

    vielen Dank!

    Gruß,
    Thomas

  • Walter Dikomey (Dienstag, 27. November 2018 22:39)

    1. u. 2. Version habe ich in meinem Beitrag vertauscht. Pardon.

  • Walter Dikomey (Dienstag, 27. November 2018 18:00)

    Hallo Thomas, hallo Heinz Hermann,

    schön, der Raben-Limerick. Die mögliche zweite Version ist eindeutiger, die erste subtiler und m.E. etwas hintersinniger.

  • Heinz Hermann Michels (Dienstag, 27. November 2018 13:09)

    Hallo Thomas,

    Wenn jemand seiner Sippe nicht traut, dann besteht doch auch noch Hoffnung, dass sich dieses Misstrauen später als unberechtigt erweist. Der Rabe ist aber in der letzten Zeile plötzlich ganz sicher, dass seine Brut klaut. Mein Vorschlag:

    Es konnte ein Rabe aus Plauen
    der eigenen Sippe nicht trauen.
    Die Adern der Brut
    durchströmte sein Blut,
    er fürchtete deshalb: »Die klauen!«

  • Thomas Elbrecht (Montag, 26. November 2018 20:51)

    Es konnte ein Rabe aus Plauen
    der eigenen Sippe nicht trauen.
    Die Adern der Brut
    durchströmte sein Blut,
    drum wusste er sicher: »Die klauen!«

    * * *

    Hallo Walter,

    dein Fulda-Limerick gefällt mir; die zweite Fassung finde ich etwas besser.

    Gruß,
    Thomas

  • Walter Dikomey (Montag, 26. November 2018 12:30)

    Habe versucht, die schwachstelle zu beheben:

    Ein Snob voller Einsicht aus Fulda
    Gesteht seiner Ehefrau Hulda:
    „ Mein Klavierspiel verflacht,
    Da ist nichts mehr an Pracht.
    Ich bin schon beim Level von Gulda!“

  • Walter Dikomey (Sonntag, 25. November 2018 18:40)

    Ein Snob voller Einsicht aus Fulda
    Gesteht seiner Ehefrau Hulda:
    „ Mein Klavierspiel verflacht
    Wie durch höhere Macht.
    Ich bin schon beim Level von Gulda!“

    Allen Limerickern hier frohe Adventszeit!

  • Christel Matzanke (Mittwoch, 21. November 2018 16:26)

    Hallo Thomas,

    es freut mich, dass dem Mani Matter jetzt mehr Aufmerksamkeit gewidmet wird, ich finde das hat er verdient.
    Er hatte einen tollen, manchmal auch sarkstischen, Humor.

    Liebe Grüße
    Christel

  • Thomas Elbrecht (Sonntag, 18. November 2018 19:28)

    Hallo Christel,

    von mir auch noch ein spätes Dankeschön fürs Bekanntmachen mit Mani Matter; ich hatte noch nie von ihm gehört.

    Inhaltlich schließe ich mich Walters Kommentar an.

    Viele Grüße,
    Thomas

  • Edeltraud Hermsdorf (Samstag, 10. November 2018 14:44)

    'ne Sau und ein Hammel aus Zwolle,
    die liebten sich innig und dolle.
    Was daraus entstand
    liegt klar auf der Hand -
    ein Schweinchen voll lockiger Wolle

  • Edeltraud Hermsdorf (Samstag, 10. November 2018 14:41)

    Ein Hahn mit geschwollenem Kropfe,
    dem stieg seine Schönheit zu Kopfe.
    Er macht ein Geschrei: Heut leg ich ein Ei!
    Jetzt liegt er im Suppentopfe!

  • Torsten Hildebrand (Freitag, 02. November 2018 12:50)

    Es gibt den Veganer aus Döhren,
    Der speiste am liebsten nur Möhren.
    Doch im Winter sehr bald,
    Ja, da läuft er in Wald;
    Und isst dort die Zapfen von Föhren.


    Es machte ein Fleischberg Diät
    Und übte von Früh bis auch spät.
    Doch schwach war der Willen.
    Den Hunger zu stillen.
    Man sieht es am Hintern der bläht.

  • Christel Matzanke (Dienstag, 30. Oktober 2018 17:11)

    Hallo Walter,

    herzlichen Dank für Ihr Feedback.
    Sie haben Recht, die Abstände fehlen, ich habe das so aus dem Internet.
    Die Rhytmik ist aber schon erkennbar, oder nicht, wenn auch nicht sauber?
    Grüße Christel

  • Walter Dikomey (Samstag, 27. Oktober 2018 20:43)

    Hallo Christel,

    zum "sidi abdel"- Songtext: Originell! Hilfreich wären allerdings Abstände zwischen den Strophen.

    Die erinnern tatsächlich ein wenig an Limericks, verfehlen jedoch rhythmisch laufend die Limerick-Kriterien. (Ich möchte fast bezweifeln, dass der Autor hier überhaupt versucht hat, "echte" Limericks zu schreiben.

    Danke übrigens, dass Sie auf Mani Matter aufmerksam gemacht haben! Habe mal ein wenig über ihn gegoogelt. Es lohnt sich!

    Schönen Sonntag!

  • Anita Bullinger (Freitag, 26. Oktober 2018 17:15)

    noch einer:

    Der jüngliche Pfarrer aus Zossen
    erkletterte ganz viele Sprossen.
    Denn oben wartet
    die schöne Babett -
    da wurd' er von hinten erschossen.

  • Anita Bullinger (Freitag, 26. Oktober 2018 16:57)

    ein Limerick von mir:

    Ein brünettes Fräulein aus Halle,
    die wollte in jedem Falle
    sich suchen 'nen Mann,
    der's mit ihr kann,
    aber nur bis sein Reichtum ist alle.

  • Thomas Elbrecht (Donnerstag, 25. Oktober 2018 23:51)

    Hallo Walter,

    herzlichen Dank; das freut mich sehr!

    Viele Grüße,
    Thomas

  • Walter Dikomey (Donnerstag, 25. Oktober 2018 13:05)

    Hallo Thomas,
    mir gefallen der Leuterschach- und der Friesenried-Limerick; beide äußerst originell!

  • Walter Dikomey (Montag, 22. Oktober 2018 12:27)

    Hallo Thomas,
    danke für dein konstruktives Eingehen auf den Hagen-Limerick, den ich daraufhin in der ursprünglichen Version gespeichert habe.

    Für den schönen Schleesen-Limerick hast du m.E. eine gute Lösung gefunden.

    Viele Grüße,
    Walter

  • Christel Matzanke (Donnerstag, 18. Oktober 2018 11:04)

    Hallo,

    kann denn keiner diesen Text vom Sidi (Herr) lesen? ich hatte mir schon ein Feedback erhofft, schade.
    Herzliche Grüße
    Christel

  • Torsten Hildebrand (Mittwoch, 17. Oktober 2018 12:31)

    Du zwanghaftes Wesen aus Laubst,
    Wenn ständig du alles entstaubst.
    Dann lernst du mich kennen
    Und siehst mich schnell rennen.
    Weil damit du Nerven mir raubst.

    Es hätte ein Mädchen aus Acht,
    Sehr gerne die Liebe gemacht.
    Doch stört mit Verdruss,
    Ein Knotenverschluss,
    Der schönen und Pfälzischen Tracht.

  • Torsten Hildebrand (Freitag, 12. Oktober 2018 13:09)

    Sie tanzen im Mondlicht den Tango;
    Und riechen exotisch nach Mango.
    Doch kommt man ins schwitzen,
    Da möchten sie sitzen,
    Im heilenden Schlammbad von Fango.

    Es erzählt eine Dame aus Schluft,
    Ihr Gemahl sei gemein und ein Schuft.
    Ihn betöre kein Bett,
    Kein Verdunklungsballett.
    Und jetzt will er, nur Sex an der Luft.

  • Christel Matzanke (Donnerstag, 04. Oktober 2018 13:28)

    dr sidi abdel assar vo el hama
    het mal am morge früe no im pijama
    ir strass vor dr moschee
    zwöi schöni ouge gseh
    das isch dr afang worde vo sim drama
    s isch d tochter gsy vom mohamed mustafa
    dr abdel assar het nümm chönne schlafa
    bis är bim mohamed
    um d hand aghalte hed
    und gseit: i biete hundertfüfzig schaf a
    dr mohamed het gantwortet: bi allah
    es fröit mi, dass my tochter dir het gfalla
    doch wärt isch si, my seel
    zwöhundertzwänzg kamel
    und drunder chan i dir sen uf ke fall la
    da het dr abdel assar gseit: o sidi
    uf sone tüüre handel gang i nid y
    isch furt, het gly druf scho
    e billigeri gno
    wo nid so schön isch gsy, drfür e gschydi
    doch wenn es nacht wird über der sahara
    luegt är dr mond am himel häll und klar a
    und truuret hie und da
    de schönen ouge na
    und dänkt: hätt i doch früecher afa spara

    Dieser Songtext ist, wie Sie bestimmt gemerkt haben,im Limerick-Rhytmus geschrieben, ich finde ihn absolut toll.
    Leider ist der Mani Matter, der Autor, schon sehr früh, durch einen Autounfall, gestorben.
    Im Internet gibt es auch eine Übersetzung ins Deutsche.

  • Torsten Hildebrand (Sonntag, 30. September 2018 13:24)

    Es zeigt Falkenier doch in Lahr,
    Die Greifvögel einmal im Jahr.
    Doch ein Adler im Test,
    Der beansprucht sein Nest,
    In Falkners gescheitelten Haar.

    Es gibt eine Dame in Schnett,
    Die schnürte so eng ihr Korsett.
    Und wer es befreit,
    Der schreit und der schreit.
    Denn quillt übers Bett dann ihr Fett.

  • Thomas Elbrecht (Dienstag, 25. September 2018 23:15)

    Es machte ein Kälbchen in Leuterschach
    im Stall durch sein lautes Gemeuter Krach.
    Es blökte empört:
    »Skandal! Unerhört!
    Auch heut ist der Milchfluss am Euter schwach!«

  • Thomas Elbrecht (Dienstag, 25. September 2018 23:06)

    Es träumt eine Jungfer aus Friesenried,
    die Männer als Haufen von Fiesen sieht,
    trotz dessen allnächtlich –
    und gar nicht verächtlich! –
    von prächtigen Kerlen mit Riesenglied.


    Varianten:
    Z2: die Männer als Auswurf des Fiesen sieht,
    Z5: von Prachtexemplaren mit Riesenglied.

    * * *

    Mir ist bewusst, dass Z2 etwas grenzwertig wirkt. Dreisilbige Ortsnamen komplett durchzureimen, stellt meistens eine große Herausforderung dar; da muss man zuweilen auf Formulierungen zurückgreifen, die man ohne »Reimnot« nicht gewählt hätte, aber mich reizen gerade solche Ortsnamen sehr. Ich hoffe, die streitbare zweite Zeile tut dem Unterhaltungswert keinen Abbruch.

  • Thomas Elbrecht (Dienstag, 25. September 2018 23:04)

    Hallo Walter,

    freut mich, dass dir der Schleesen-Limerick im Prinzip gefällt.
    Dein Einwand zum Begriff »hirntot« ist berechtigt; ich hatte mich beim Schreiben ebenfalls im Internet sachkundig gemacht – und mich dann aber trotzdem für »hirntot« entschieden (frei nach dem Motto »Wunder gibt es immer wieder …«). Der Grund: Die mögliche Alternative, »leblos«, hätte eine unschöne »halbe Wortwiederhoung« bedeutet, da in Z3 »Im Leben ...« folgt; das wollte ich um den Preis dieser Ungenauigkeit vermeiden.
    Aber: Wenn man das Ganze etwas präziser und unanfechtbarer gestalten will, bietet sich von den zahlreichen Varianten, die ich von dem Limerick verfasst habe, beispielsweise folgende an:


    Ein Jenseitsexperte aus Schleesen
    ist kurzzeitig leblos gewesen,
    wurde reanimiert
    und hat prompt jubiliert:
    »Für Dienstreisen gibt es ja Spesen!«

    * * *

    Dein Nymphen-Limerick gefällt mir sehr gut! Allerdings finde ich die erste Version schöner und stimmiger. Das Wort »Alt-Nyphomanin« ist an sich super und es bereitet für die Pointe besser den Boden als »Archivarin«, ohne – für meinen Geschmack – zu viel anzudeuten. Ein Mittelweg wäre vielleicht etwas wie »Eine lüsterne Dame ...« oder so, aber ich würde es bei der Alt-Nyphomanin belassen.

    Viele Grüße,
    Thomas

    P.S.:
    Ich war einige Tage auf Reisen, daher die späte Antwort.

  • Walter Dikomey (Freitag, 21. September 2018 16:44)

    Die Vokabel „Alt-Nymphomanin“, hat, obwohl sie mir gefällt, hier den Nachteil, etwas Wichtiges vorwegzunehmen und die Pointe zu schwächen. Alternative:

    Eine Ex-Archivarin aus Hagen
    Weiß ihr Schicksal ergeben zu tragen:
    „Nur noch dreimal pro Nacht -
    Unsre Liebe verflacht.
    Doch was soll ich mit 90 noch klagen?“

  • Bernhard H. Behncke (Freitag, 21. September 2018 14:16)

    In Wien lebte ein Advokat,
    der hatte nie Geld auf der Naht.
    Fast jeder Klient
    ist ihm weggerennt.
    Jetzt lebt er ausschließlich vom Staat.

  • Walter Dikomey (Donnerstag, 20. September 2018 18:38)

    Ein Gerichtsrat aus Dahlenwarsleben
    Ist bestrebt alkoholfrei zu leben
    Was ihm gestern gelang
    Und er zögert nicht lang
    Darauf mehrmals heut einen zu heben

    Eine Alt-Nymphomanin aus Hagen
    Weiß ihr Schicksal ergeben zu tragen:
    „Nur noch dreimal pro Nacht -
    Unsre Liebe verflacht.
    Doch was will ich mit 90 noch klagen?“

  • Digitale Kunst (Donnerstag, 20. September 2018 14:18)

    Hallo, ich hätte hier zwei Limericks für die Dong-Reihe:

    Fallen Drogenverticker aus Dong
    In den Swimmingpool, dann macht es "Plong"
    Denn das zweite Kartell
    Das ist schwerkrimminell
    Und es füllt den Pool auf mit Betong

    Es war mal ein Trainer aus Dong
    Mit rot weißem Ball im Kartong
    Hat ihn so eingesetzt
    Wie ein Fischer sein Netz
    Bloß gab es statt Karpfen Jugong

  • Walter Dikomey (Mittwoch, 19. September 2018 13:26)

    ... wobei - kleiner Wermutstropfen - "hirntot", als medizinischer Terminus einen irreversiblen Zustand bezeichnet. Du meintest wohl "klinisch tot", was aber vom Rhythmus her nicht hinhaut.

  • Walter Dikomey (Mittwoch, 19. September 2018 12:42)

    Hallo Torsten und Thomas,

    nach längerer Zeit mal wieder in Blick in die Dichtwerkstatt - und eine freudige Überraschung ob der jüngsten Limericks, v.a. des Schleesen-Limericks!

  • Torsten Hildebrand (Dienstag, 18. September 2018 11:25)

    Beim Billard am Strand von Laboe,
    Da rufen die Leute meist nö.
    Denn nutzte man dort,
    Am sandigen Ort:
    Gefrorene Aale als Queue.

    Ich hatte ein Mädchen aus Tratzen,
    Die tat so unweigerlich schwatzen.
    Ich gab es zum Tausch,
    Im gestrigen Rausch,
    Für stillere, persische Katzen.

  • Torsten Hildebrand (Dienstag, 11. September 2018 12:32)

    Ein Menschenfreund spricht mal in Beck:
    "Die Gasleitung hat ja ein Leck.
    Die müsse man stopfen
    Und notfalls noch pfropfen.
    Sonst fliegen die Leute schnell weg."

  • Thomas Elbrecht (Samstag, 08. September 2018 14:25)

    Ein Jenseitsexperte aus Schleesen
    ist kurzzeitig hirntot gewesen.
    Im Leben zurück
    entfuhr ihm: »Welch Glück –
    für Dienstreisen gibt es ja Spesen!«

  • Torsten Hildebrand (Samstag, 08. September 2018 14:10)

    Ein Graulaubenvogel aus Sidney,
    Benutzte die Bohnen von Kidney,
    Zum schmücken des Nestes
    Und gab dann sein bestes.
    Da sang er noch schöner als Britney.

    Es beobachten Forscher aus Högel,
    In Australien Graulaubenvögel,
    Beim Geräusche kopieren,
    Von den Menschen und Tieren.
    Da ruft auch schon einer: "ihr Flegel!"

  • Heinz Hermann Michels (Samstag, 08. September 2018 13:15)

    Hallo Thomas,

    ich lehne nicht generell tierische Limericks ab, halte gelungene Pointen aber diesbezüglich für schwierig. Im Graulaubenvogel-Limerick ergibt sich bereits ein Problem mit dem Ort. Dieser Vogel kommt nur in Australien und Neuguinea vor, also sicher nicht in einem Ort mit Namen Au.

  • Thomas Elbrecht (Samstag, 08. September 2018 00:41)

    Hallo Christel,

    danke; freut mich, dass Ihnen der Graulaubenvogel-Limerick gefällt.
    Zu Ihrer Frage: »Außer Konkurrenz« zum einen, weil ich weiß, dass Heinz Hermann nicht viel von tierischen Limericks hält, es also eh keinen Sinn hätte, ihn ins Rennen zu schicken, da unabhängig von der Qualität keine Chance auf eine Übernahme in die Sammlung besteht. Zum anderen, weil ich selbst ihn nicht hundertprozentig überzeugend finde – zumindest gemessen an dem, was ich gerne erreicht hätte.
    Der Hintergrund ist übrigens, wenn ich mal ein bisschen in eigener Sache die Werbetrommel rühren darf, dass ich in Kürze ein Büchlein mit einhundert tierischen Limericks veröffentlichen werde, und der Graulaubenvogel-Limerick ist einer von gut zwei dutzend Fünfzeilern, die es nicht in die Endfassung geschafft haben. Aber obwohl ich ihn ausgemustert habe, wollte ich trotzdem nicht, dass er auf Nimmerwiedersehen in der Schublade verschwindet; also habe ich ihn hier »außer Konkurrenz« zum Besten gegeben – und damit obendrein dem Graulaubenvogel öffentlich meine Reverenz erwiesen. ;-)

    Gruß,
    Thomas

  • Christel Matzanke (Donnerstag, 06. September 2018 10:27)

    Hallo Thomas,
    Ihren Graulaubenvogel-Limerick finde ich total schön, warum also außer Konkurrenz?
    Gruß Christel

  • Thomas Elbrecht (Samstag, 25. August 2018 14:15)

    Liebe Mitstreiter,

    ich habe versucht, dem faszinierenden Graulaubenvogel ein kleines Denkmal in Form eines Limericks zu setzen. Ein schwieriges Unterfangen! Das Ergebnis ist dementsprechend nicht makellos, aber durchaus lesenswert, denke ich. Also, außer Konkurrenz:


    Ein Graulaubenvogel aus Au
    benutzte beim Schmücken statt Grau
    Anthrazit – wie verwegen!
    Er frohlockte: »Kollegen,
    ich stehl euch beim Weibsvolk die Schau!«

    * * *
    http://www.hansthiele.de/australia/northern%20territory/nt-bild-40.htm

  • Jutta Schmidt (Sonntag, 19. August 2018 18:58)

    Lieber Torsten,
    ich habe in letzter Zeit nur noch sehr wenige Limmericks eingereicht, verfolge aber doch noch recht regelmäßig die Veröffentlichung der "Mitbewerber".
    In diesem Zusammenhang möchte ich aber auch einmal mein Befremden über manche ihrer Texte zum Ausdruck bringen. Gerade der hier als Gegenstand der Kritik vorgebracchte Farmer aus Pratteln verursacht mir erhebliche Verständnisprobleme. Warum soll ein männlicher Strauß von einem Farmer gesattelt werden? Und warum ist der Strauß besessen vom zocken und daddeln? Wo ist da die Stelle zum lachen oder schmunzeln?
    Vielleicht tue ich Ihnen Unrecht, aber meine Bedenken bleiben.
    Viele Grüße
    Jutta Schmidt

  • Torsten Hildebrand (Sonntag, 19. August 2018 09:01)

    Hallo Bernhard
    Ich weiß nicht ob sie recht haben. Doch habe ich weder im Lexikon, Duden oder auch im Netz irgendetwas gefunden was besagt das alle fünf Zeilen eines Limerick einen Bezug zueinander haben müssen.
    Ist es nicht eher so das der Limerick Originell sein sollte (oder was man selbst dafür hält)und am Ende eine Pointe enthält, die im Idealfall ein Lachen oder wenigstens ein Schmunzeln hervor ruft?

  • Bernhard H. Behncke (Freitag, 17. August 2018 18:16)

    Hallo, Torsten, kann ja sein, aber die einzelnen Zeilen Ihres 'Limericks' haben doch untereinander kaum einen Bezug. Und der Witz eines Limericks wird doch gerade aus dem Zusammenhang der einzelnen Teile gewonnen. Jedenfalls bei mir und den anderen Teilnehmern an dieser Runde. Gruß Bernhard