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Kommentare

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  • Torsten Hildebrand (Montag, 16. Juli 2018 18:58)

    Es vergreift sich so mancher im Ton
    Und beschämt doch sein Amt nun mit Hohn.
    Doch da liest nun die Schicht,
    Mit verschmitzten Gesicht:
    "Die Geschichten vom Lügenbaron."

    Im Pariser Hotel die zwei Damen,
    Die bekamen Besuch sehr infamen;
    Von den Männern mit Schleifen.
    Doch man sah nicht den Steifen.
    Da verfluchten sie lauthals solch Dramen.

  • Walter Dikomey (Donnerstag, 12. Juli 2018 19:53)

    Hallo Jutta,

    danke für die klärenden Worte! Eine doppeldeutige Lesart war also nicht intendiert -und mir hat ein Limerick aufgrund von Fehlinterpretation infolge blühender Fantasie ganz besonders gefallen. - Kurios!

  • Jutta Schmidt (Mittwoch, 11. Juli 2018 17:40)

    Die Dichterin sieht das so:

    Ein stattlicher Reiter kann wohl seinen Ruf verlieren, ohne dass ihm die Dritten bei einem *Reit-Event* aus der Mundhöhle gefallen sind.
    Die Tatsache, dass er überhaupt ein Gebiss benötigt, lässt Rückschlüsse auf sein Alter und damit seine Wirkung auf Frauen zu.

  • Walter Dikomy (Mittwoch, 11. Juli 2018 13:49)

    Hallo Heinz Hermann,

    Das sehe ich (ausnahmsweise) etwas anders: Für mich gibt es in diesem Limerick angesichts der Formulierung, dass sein Ruf speziell BEI DEN FRAUEN erheblich gelitten habe, wenn dieser Zusatz denn wirklich Sinn machen soll, nur eine einzige Lesart.

  • Bernhard H. Behncke (Mittwoch, 11. Juli 2018 11:54)

    Hallo, Freunde allerorten,
    die Witten-Limericks häufen sich ja erfreulich. Ein uralter von mir steht bereits seit langem hier auf dieser Plattform, ein neuer kommt nun noch hinzu. Ich freue mich, daß mein 'erster' scheinbar eine kleine Lawine losgetreten hat.

    Ein älteres Fräulein aus Witten,
    das hatte fast gar keine Titten.
    Nur zwei kleine Beulen,
    es war fast zum Heulen.
    Darunter hat es sehr gelitten.

    Es hatte ein Mädchen in Witten
    ganz unübersehbare Titten.
    Der Reitlehrer sagte,
    was sonst niemand wagte:
    „Auf der wär' ich gern mal geritten“

  • Heinz Hermann Michels (Mittwoch, 11. Juli 2018 10:32)

    Hallo Walter,

    der Limerick, den Sie meinen, stammt von Thomas (Witten-Limerick), aber der hat nicht viel gemein mit dem Limerick von Jutta. Bei Thomas war es ein ekstatischer Geschlechtsverkehr zwischen einer lüsternen Greisin und einem anderen Heimbewohner. Beim Höhepunkt flogen ihr die Dritten raus.

    Bei Jutta geht es nicht mal um Geschlechtsverkehr, sondern nur ums Reiten. Die einzige Gemeinsamkeit zwischen den beiden Limericks ist also, dass die Dritten rausfliegen. Die Assoziation zu Geschlechtsverkehr ist zwar möglich und vielleicht auch gewollt, aber nicht zwingend angelegt.

  • Jutta Schmidt (Dienstag, 10. Juli 2018 21:08)

    Ein Hundedompteur wird in Wissen
    Von Pastors Zwerpudel gebissen.
    Damit wird jetzt klar,
    Dass der Hund es war,
    Der vors Kirchenportal hat geschissen.

  • Walter Dikomey (Dienstag, 10. Juli 2018 18:15)

    Der Limerick Juttas ist in der verbesserten Version tatsächlich eine runde Sache. Kleiner Wermutstropfen: Dass bei einer bestimmten Tätigkeit eine Person (hier war es eine ältere Dame) ihre "Dritten" verlor, ist leider nicht neu. Der betr. hier eingestellte Limerick stammt, wenn ich mich recht erinnere, von Torsten.

  • Bernhard H. Behncke (Dienstag, 10. Juli 2018 12:54)

    In einen Wald bei Dippoldsweiler
    lief unlängst mal ein geiler Keiler.
    Er fand keine Sau
    als passende Frau
    und darum wird er täglich geiler.

  • Torsten Hildebrand (Dienstag, 10. Juli 2018 12:49)

    Es duftet die Putzfrau aus Sohl,
    Nach Blumen und niemals nach Kohl.
    Und ist man verwundert,
    Da spricht sie ermuntert:
    "Ich trinke ja täglich Karbol"*

    *Karbol: ein Desinfetionsmittel

  • Torsten Hildebrand (Dienstag, 10. Juli 2018 12:36)

    Es möchte ein jemand aus Bayern,
    Den Urlaub im Ausland doch feiern.
    Doch man ist registriert.
    Da Papier es so ziert.
    Da gab's nur noch Urlaub in Bayern.

    oder:

    Es möchte ein mächtiger Bayer,
    Im Urlaub die größte der Feier.
    Doch man ist registriert.
    Da Papier es so ziert.
    Da gab's nur noch Urlaub mit Schleier.

  • Jutta Schmidt (Dienstag, 10. Juli 2018 11:51)

    Lieber Heinz Hermann,
    die vorgeschlagene Änderung macht wirklich Sinn. Danke, ich bin natürlich einverstanden.
    Viele Grüße Jutta

  • Heinz Hermann Michels (Dienstag, 10. Juli 2018 11:18)

    Hallo Jutta,

    ich habe zwar Ihren Reiter-Limerick schon übernommen, aber hätte doch noch einen kleinen Verbesserungsvorschlag - wenn Sie einverstanden sind.

    Ich fände es besser, wenn das Alter des Reiters in der ersten Zeile offen bleibt und stattdessen seine Attraktivität betont wird. So wird dann auch der Ansehensverlust plausibler.

    Also Zeile 1:
    Ein stattlicher Reiter aus Witten

  • Jutta Schmidt (Montag, 09. Juli 2018 19:42)

    Es kommt schon recht lange aus Dong,
    Per DHL garkein Kartong,
    Man schickt jetzt die Drohne,
    Und die ist nicht ohne,
    Die wirft das Teil auf den Balkon.

  • Jutta Schmidt (Montag, 09. Juli 2018 18:06)

    Es gibt einen Reporter in Witten
    Der liebt Frauen mit knackigen Titten.
    Er trägt schwer an 'nem Bauch,
    Kukident braucht er auch,
    Doch sein Selbstvertrauen hat nie gelitten.

    Mit der Betonung auf *einen* sollte es klappen.

  • Jutta Schmidt (Montag, 09. Juli 2018 16:38)

    Lieber Heinz Hermann,
    ich bin mit der Änderung und mächtig einverstanden.
    Ich freue mich über die Übernahme.
    Grüße
    Jutta

  • Heinz Hermann Michels (Montag, 09. Juli 2018 15:53)

    Liebe Jutta,

    das Versmaß stimmt leider nicht ganz bei Ihrem Witten-Limerick.

    So wäre er rhythmisch korrekt:

    Ein älterer Reiter aus Witten
    Verlor mal beim Reiten die Dritten
    Jetzt muss er verdauen:
    Sein Ruf bei den Frauen
    Hat mächtig darunter gelitten (oder: ziemlich)

    Mir gefällt der Limerick und ich würde ihn gern übernehmen.

  • Jutta Schmidt (Montag, 09. Juli 2018 11:15)

    Lieber Heinz Hermann,
    gerne mache ich von dem Angebot Gebrauch, meinen letzten Limerick mit der 96 am Ende von Zeile 1 zu löschen und eine fehlerlose Version erneut einzustellen.
    Liebe Grüße Jutta


    Ein alter Reiter aus Witten
    verlor beim Reiten die Dritten.
    Jetzt muss er verdauen,
    dass sein Ruf bei den Frauen
    darunter sehr hat gelitten.

  • Torsten Hildebrand (Sonntag, 08. Juli 2018 13:50)

    Ein rassiges Mädchen aus Witten,
    Die fährt mit den Schwänzen stets Schlitten.
    Da geht es sehr munter,
    Rasch rauf und rasch runter.
    Bis Schwänze verbrannten wie Fritten.

  • Thomas Elbrecht (Freitag, 06. Juli 2018 00:22)

    Hallo Walter,

    sehr schön, dein Wittenlimerick! :)

    Er ist an sich auch makellos, aber in Z5 fände ich Und er rief: „Was für herrliche Titten!“ natürlicher und flüssiger. Ist aber sicher Geschmackssache.

    Gruß,
    Thomas

  • Walter Dikomey (Donnerstag, 05. Juli 2018 09:28)

    Ein schon älterer Reitfreund aus Witten
    Ist nach Jahren mal wieder geritten.
    Seine Freude war groß
    Denn es klappte famos
    Und er rief: „Welche herrlichen Titten!“

  • Torsten Hildebrand (Samstag, 30. Juni 2018 13:36)

    Es küsste ein Paar sich in Witten.
    Doch hatte es vorher gelitten.
    Im Mund hat's gekniffen,
    Daraus noch gepfiffen.
    Jetzt klappt's. Durch entnehmen der Dritten.

    Es möchten zwei Greise aus Droppen,
    Die Tochter des Königs gern poppen.
    Doch gibt's nicht in Schweden,
    Im Kaufhaus für Jeden,
    So kleine Kondome mit Noppen.

  • Christel Matzanke (Mittwoch, 27. Juni 2018 14:12)

    Ein Künstler malte in Upsala
    Das Bild einer "Dame" in Gala da.
    Stolz stellt er es aus
    Und bekommt hämisch Aplaus,
    Denn Sie war bekannt als Domina.

  • Herbert Kaden (Sonntag, 24. Juni 2018 20:50)

    Sehr geehrter Herr Behnke,
    vielen Dank (auch für Ihren thematisch vergleichbaren Limerick).
    Bei meinem eigenen gab es wirklich Silbenbetonungsprobleme, die ich - auch nach Hinweisen von Herrn Michels - versucht habe, zu glätten.
    So könnte es einigermaßen passen:
    Die Gaststättenwirtin aus Seiffen,
    die wollte partout nicht begreifen,
    dass sie doch schon alt,
    die Wohnung auch kalt
    und Männer in Seiffen oft kneifen.

    Viele Grüße
    Herbert Kaden

  • Christel Matzanke (Freitag, 22. Juni 2018 11:56)

    Hallo Thomas,

    jetzt haben Sie es ja doch noch "ausschreiben" müssen,
    so ein Ärger.;-)

    Schönes Wochenende
    Christel

  • Günter Leifeld (Donnerstag, 21. Juni 2018 14:26)

    Jede freie Minute da kniet er
    am Gartenzaun, unser Nachbar Dieter,
    zu entfernen das Kraut,
    das im den Garten versaut,
    nicht ein einziges Unkraut übersieht er.

  • Thomas Elbrecht (Dienstag, 19. Juni 2018 01:26)

    Hallo christel!

    Ein Hobbypoet an der Spree
    vernahm dies erleichtert, rief: »He,
    also geht’s nur um Wurst
    namens Wurzen und Durst,
    und nicht um das Furzen - okay!«

    Gruß,
    Thomas

  • Christel Matzanke (Montag, 18. Juni 2018 09:47)

    Hallo Thomas,

    auf urzen da reimt sich Wurzen,
    die passen auch sehr gut zu Kurzen,
    das sind kleine Würste
    mit ziemlich viel Würze,
    die gibt es bestimmt auch in Wurzen.

    LG. Christel

  • Thomas Elbrecht (Sonntag, 17. Juni 2018 11:52)

    Ein Dichter saß ratlos in Wurzen
    und kippte aus Frust einen Kurzen.
    Dann seufzte er: »Tönchen
    passt trefflich zu Böhnchen,
    doch – Teufel! – was endet auf urzen

  • Bernhard H. Behncke (Sonntag, 17. Juni 2018 11:16)

    Lieber Herbert Kaden, es ist ein schöner Limerick über die arme Wirtin. Die Mängel hat Torsten aufgezeigt, aber, nach meinem Empfinden, dabei den eigentlichen Witz des Limerick entkräftet. Es geht ja um das Problem des Älterwerdens, nicht um allgemeine kulinarische Genüsse. Das hat Torsten m.E. verkannt. Übrigens, vor sehr langer Zeit habe ich einen Limerick zum selben Thema geschrieben. Hier ist er noch einmal:
    Die Wirtin vom Wirtshaus in Seesen
    ist einst eine Schönheit gewesen.
    Doch längst hat sie Falten,
    zählt nun zu den Alten
    und macht nur noch Spätschicht am Tresen.

  • Herbert Kaden (Freitag, 15. Juni 2018 11:22)

    Hallo Herr Hildebrand,

    vielen Dank!

    Ich weiß jetzt, wo die Fehler liegen, d.h., Überarbeitung ist angesagt.
    HK

  • Torsten Hildebrand (Donnerstag, 14. Juni 2018 11:53)

    Hallo Herr Kaden,

    ihr Versuch des Seifen Limericks hat kleine Unebenheiten. Aber die Idee find ich witzig. Ich habe ihn mal ein bisschen geändert.

    Die Wirtin im Gasthof aus Seifen,
    Sie konnte es gar nicht begreifen.
    Obwohl sie vom kochen,
    Servierte die Knochen,
    Die Gäste vorm Gasthof nun kneifen.
    **

    Ich bestellte die Kissen in Manzen,
    Lieb bestickt, mit den Bäumen und Pflanzen.
    Und ein jedes bekam,
    Noch ein Kuss ohne Scham.
    Doch es küssten zurück: auch die Bettwanzen.
    **

    Man sieht auf den Straßen die Affen,
    Mit gierigen Blicken, noch laschen.
    Bis großes passiert
    Und Auge dann stiert.
    Denn Glupschaugen kommen vom gaffen.

  • Herbert Kaden (Dienstag, 12. Juni 2018 18:11)

    Auch ich möchte mich gern am Austausch von Limericks beteiligen, deshalb hier ein Versuch aus meiner Heimatregion:

    "Eine Gaststättenwirtin aus Seiffen,
    die wollte partout nicht begreifen,
    dass sie doch schon alt,
    ihre Wohnung auch kalt
    und die Männer in Seiffen meist kneifen."

    Ein weiterer Limerick:
    Ein kleines Kätzchen auf Sansibar,
    das wollte gern werden ein großer Star.
    Doch da sprach der Vater:
    „Nein, du bleibst ein Kater!“
    Friss lieber die Stare, die komm´ übers Jahr."
    [Allerdings habe ich überprüft, ob Stare von hier nach Sansibar fliegen, wohl eher nicht.]

    Viele Grüße!

  • Christel Matzanke (Dienstag, 12. Juni 2018 08:34)

    Es wollt‘ eine Dame im Norden
    ‚nen tüchtigen Mann sich mal borgen,
    so‘n starken Ostfriesen
    den würd sie gern leasen,
    der könnte ihr Nerze besorgen.

  • Christel Matzanke (Montag, 11. Juni 2018 09:13)

    Hallo Thomas,
    Männer gucken eben anders als Frauen, stimmt's ?
    Vielleicht bin ich auch schon zu alt für dieses Thema.

    Ein neuer Beitrag.

    Ein Tiger im Zoo von Berimbur
    der wollte sein Fleisch immer nur pur,
    einer gab ihm Tomaten
    war sehr schlecht beraten,
    Der Bursche braucht jetzt 'ne Reha-Kur.

  • Thomas Elbrecht (Sonntag, 10. Juni 2018 14:34)

    Hallo Walter,

    das freut mich – vielen Dank!

    * * *

    Hallo Christel,

    in gewisser Weise kann ich Ihren Einwand verstehen: Wenn man beim Wort Jungfrau das Bild eines schüchternen blassen Fräuleins mit hochgesteckten Haaren vorm geistigen Auge hat, mag einem diese Formulierung unstimmig erscheinen, aber so eng fasse ich selbst den Begriff nicht; schließlich ist jede (zumeist junge) Frau ohne einschlägige Erfahrungen eine Jungfrau, und das kann ja durchaus auch ein flippiges, modern gekleidetes Mädel sein, zu dem so eine Ausdrucksweise gut passt.

    Dem möglicherweise folgenden Einwand, dass dann aber »ihrem HOLDEN« nicht wirklich trefflich wäre, sei entgegnet, dass dieses Wort auch gerne scherzhaft-ironisch verwendet wird.

    Trotzdem vielen Dank für Ihren Hinweis – ich finde es interessant und hilfreich, solche Rückmeldungen zu bekommen – sie zeigen einem, dass nicht immer alles so aufgenommen wird, wie man es eigentlich meinte.

    Viele Grüße an alle Mitstreiter,
    Thomas

  • Christel Matzanke (Freitag, 08. Juni 2018 16:04)

    Hallo Thomas,

    Ihr Limerick mag ja handwerklich gut sein, aber finden Sie nicht, dass die Ausssage "ich lasse dich ran" sehr unromantisch und billig ist und das aus dem Munde einer Jungfrau?

    Gruß und schönes Wochenende.
    Christel

  • Walter Dikomey (Freitag, 08. Juni 2018 14:36)

    Hallo Thomas,

    wunderschön, dein Posen-Limerick!

  • Thomas Elbrecht (Freitag, 08. Juni 2018 00:12)

    Hallo Walter,

    vielen Dank für deine differenzierten Hinweise zum Jungfrauenlimerick; du hast recht: »lasse« ist treffender als »ließe«. Im Übrigen finde ich mit etwas Abstand die Variante mit der indirekten Rede auch besser, und zwar, weil so die Wirkung der wörtlichen Rede ganz am Ende stärker ist; dieser Effekt verpufft ein wenig, wenn schon in der ersten Zeile wörtliche Rede zum Einsatz kommt.

    Zum Abschluss noch die amtliche Endfassung eines Limericks, den ich vor einiger Zeit schon mal zum Besten gegeben habe:

    Ein Modedesigner aus Posen
    entwirft fürs Veganervolk Hosen
    aus Brennnesselstoff;
    er warnt jedoch schroff:
    »Die Hosen sind nichts für Mimosen!«


    Gruß,
    Thomas

  • Walter Dikomey (Donnerstag, 07. Juni 2018 14:40)

    Hallo Thomas,

    "Sie lasse ihn ran" wäre bei indirekter Rede eindeutig; "Sie ließe ihn ran", also Konjunktiv, bedeutet eine Einschränkung, die aber nicht genannt wird, was die Sache unvollständig macht.
    Also: Mir gefällt die Variante mit der indirekten Rede besser als die neue Version, dann aber mit "Lasse" statt "Ließe".

    Deine Variante zum KIssen-Limerick ist jetzt aus meiner Sicht ohne Fehl und Tadel - und zwar mit »Mamma mia, grad dies werd ich missen!« als Schlusssatz.

    Im Übrigen kann ich deine Produktivität (von der (Qualität ganz abgesehen nur bewundern).

  • Torsten Hildebrand (Mittwoch, 06. Juni 2018 09:12)

    Es möchte ein Torwart aus Fellen,
    Am Leib keine schorfigen Stellen.
    Und Spiel was er treibt;
    Und treu ihm auch bleibt,
    Ist Spiel, mit den weiblichen Bällen.

    Ein Standesbeamten aus Quern,
    Den sind ja die Bräute nicht fern.
    Besieht sich noch jede,
    Kurz vor der Traurede;
    Und nimmt vor Vermählung sie gern.

  • Thomas Elbrecht (Mittwoch, 06. Juni 2018 01:13)

    Eine Variante:

    Eine Jungfrau versprach in Lausanne
    ihrem Holden: »Ich lasse dich ran.«
    Die Replik auf die Frage,
    die dann folgte, blieb vage;
    diese drängende Frage hieß: »Wann?«

  • Thomas Elbrecht (Dienstag, 05. Juni 2018 21:35)

    Hallo walter,

    danke für die Blümchen.

    Vielleicht könnte man das Betonungsproblem so entschärfen:

    Es besaß eine Dame aus Füssen
    eine Sammlung von zehntausend Kissen.
    Ihr ward eines geklaut
    und nun jammert sie laut:
    »Mamma mia, grad dies werd ich missen!«

    oder

    »Mamma mia, wie werd ich es missen!«

    Tüftler vor!

    Gruß,
    Thomas

  • Walter Dikomey (Dienstag, 05. Juni 2018 13:43)

    Hallo Thomas,

    a) Die Version des Kissen-Limericks gefällt mir. Kleiner Wermutstropfen: Die notwendige Betonung von "Eines" und "O", wird vom Limerick-Rhythmus ein wenig konterkariert. - Leider fallt mir spontan keine Lösung des "Problems" ein.

    b) Dein Thann-Limerick ist witzig + sprachlich elegant, eine nicht häufig anzutreffende Kombination.

  • Bernhard H. Behncke (Dienstag, 05. Juni 2018 11:48)

    Hallo, Thomas, danke, Walter, die Kissen-Variante gefällt auch mir, kann naben meinem als Alternative stehen bleiben. Danke Euch beiden. Bernhard

  • Thomas Elbrecht (Dienstag, 05. Juni 2018 00:29)

    Hallo Bernhard,

    auch mir gefällt dein Kissenlimerick; ich habe mir mal erlaubt, ihn etwas umzubasteln, da ich ein paar Kleinigkeiten nicht ganz rund fand.
    So hätte er einen Ortsbezug und man könnte ihn auch in Polen veröffentlichen. ;-)

    Mein Vorschlag:

    Es besaß eine Dame aus Füssen
    eine Sammlung von zehntausend Kissen.
    Eines ward ihr geklaut
    und nun jammert sie laut:
    »O wie werd ich grad dieses vermissen!«


    Gruß,
    Thomas

  • Thomas Elbrecht (Montag, 04. Juni 2018 21:40)

    Eine Jungfrau erklärte in Thann
    ihrem Holden, sie ließe ihn ran.
    Die Replik auf die Frage,
    die dann folgte, blieb vage;
    diese drängende Frage hieß: »Wann?«

    * * *
    In z5 könnte man »hieß« durch »war« ersetzen; kann mich noch nicht recht entscheiden (der Limerick ist brandneu).

  • Walter Dikomey (Montag, 04. Juni 2018 13:13)

    Kl. Präzisierung: V.a. der KIssen-Limerick gefällt mir.

  • Walter Dikomey (Montag, 04. Juni 2018 12:50)

    Hallo Bernhard,
    wunderschön, Ihre beiden letzten Limericks!

  • Bernhard H. Behncke (Sonntag, 03. Juni 2018 12:47)

    Noch'n Gedicht, sagte schon Heinz Erhardt:
    Es lebten einst Sorben in Horben,
    die meisten jedoch sind verstorben.
    Die haben gegessen,
    was alle dort fressen
    und sind an den Folgen gestorben.