Hier haben Sie die Möglichkeit, mit anderen über alles rund um das Thema Limerick zu diskutieren.

 

Wünschen Sie sich beispielsweise ein Feedback zu einem selbst verfassten Limerick, dann stellen Sie ihn bitte hier ein.

 

Aus aktuellem Anlass:

 

Da mittlerweile nicht mehr nur im Gästebuch, sondern auch in der Dicht-Werkstatt versucht wird, Spam zu posten, und da zudem ein offensichtlich psychisch Kranker mehrfach unqualifizierte und boshafte Kommentare in der Dicht-Werkstatt veröffentlichte, die ich anschließend löschen musste, sehe ich mich gezwungen, die Kommentarfunktion auf Moderation umzustellen.

 

Das bedeutet: Beiträge werden nicht mehr automatisch und unverzüglich sichtbar, sondern müssen erst von mir freigeschaltet werden. Ich bitte um Verständnis für diese Maßnahme.

 

Beiträge, die gegen die Netiquette verstoßen, die also den respektvollen Umgang miteinander vermissen lassen, schalte ich nicht frei.

Kommentare

Bitte geben Sie den Code ein
* Pflichtfelder
  • Heinz Hermann Michels (Samstag, 20. Januar 2018 17:33)

    Hallo Herr Meyer,

    Gedichte, die ihre Pointe aus der Missachtung der Limerick-Form oder des Limerick-Versmaßes ziehen, sind auch schon einige auf meiner Seite, z.B. in der Rubrik Experimentellericks. Den bekannten englischen Limerick des alten Mannes aus Peru habe ich bereits in einer Übertragung auf meiner Seite.

    Ihre Idee, diese Pointe noch weiter zu treiben mit einem einzeiligen Limerick, hatte ich auch schon, aber das ist unmöglich, denn letztlich benötigt diese Zeile eine zweite, die den Reim bedient, sonst kann man nicht mehr von Gedicht sprechen. Man muss also eine 2. Zeile anfügen und diese wie einen Kommentar zum Gedicht gestalten.

    In Ihren Vorschlägen für einen Zwei- und einen Einzeiler fehlt zudem das Wort Limerick. Insofern wird nur irgendein Gedicht behandelt. Damit geht der Bezug zum Limerick verloren, womit auch die Pointe nicht mehr zündet, jedenfalls nicht, wenn diese beiden Gedichte nicht mehr auf einer Seite stehen, wo es ausschließlich um Limericks geht.

    Der Danzig-Limerick hat ein paar Schwächen. Zum einen stimmt die Rhythmik nicht ganz, zum anderen ist die Zeile 2 für die Pointe ohne jede Bedeutung, fungiert also nur als Reimbeschaffer. Und die Pointe selbst zündet auch nicht richtig. Man fragt sich, warum das Mädchen aus Danzig fortzieht. Was hat das mit der Tatsache zu tun, dass da ein Gedicht die Reimregeln nicht einhält? Und von welchem Gedicht spricht das Mädchen überhaupt? Der Autor der 5 Zeilen ist ja nicht das Mädchen, der Autor zitiert es lediglich, erzählt von ihm. Verteidigt das Mädchen also das Gedicht eines anderen, der sie in sein Gedicht eingebaut hat und dabei die Reimregeln nicht einhält? Verwirrend.

  • Torsten Hildebrand (Dienstag, 16. Januar 2018 16:27)

    Es sitzen zwei Rentner aus Zips,
    Am Stammtisch mit Sakko und Schlips.
    Der Schlips wird gebraucht,
    In Schnaps auch getaucht.
    So kommt man mit zutscheln zum Schwips.

    Es pflegte ein Räuber aus Brägel,
    Zu Hause sich Schamhaar und Nägel.
    Doch nimmt er nicht Schere
    Und nutzt nun die Schwere,
    Vom Schlag eines Holzhammerschlägel.

  • Ole Meyer (Dienstag, 16. Januar 2018 10:45)

    Ein sog. Anti-Limerick :

    Sprach ein Mädchen geboren in Danzig
    – eine blutjunge Schönheit, bloß zwanzig – :
    „Ob es reimt oder nicht,
    es bleibt doch ein Gedicht!“ –
    und sie zog entschlossen nach Dannenberg.

    Oder:

    Eine Dichterin aus der Tschechei
    vollbrachte von Zeilen nur zwei

    (There was a young man from Peru/ Whose limericks stopped at line two)

    Oder:

    Ein blutjunger Dichter am Rheine.

    (... vollbrachte von Zeilen nur eine)

    Oder:

    Ein blutjunger Dichter am Rheine (überstrichen ... gar keine)

  • Thomas Elbrecht (Montag, 15. Januar 2018 02:51)

    Hallo Bernhard,

    vielen Dank. Deine Version gefällt mir sehr gut - so sei es!

    Gruß,
    Thomas

  • Thomas Elbrecht (Sonntag, 14. Januar 2018 20:11)

    Hallo Christel,

    vielen Dank! Nach meinen Informationen hat sie den spitzzüngigen Gatten verhext; er führt jetzt ein tristes Dasein als hutzeliges Männchen, das bis ans Ende seiner Tage zum Besenbinden verdonnert ist. ;-)

    Liebe Grüße,
    Thomas

  • Bernhard H. Behncke (Sonntag, 14. Januar 2018 18:29)

    Hallo, Thomas, wirklich ein schöner Limerick, leider mit einigen Mängeln. "Gemaß" verlangt den DATIV ! Ich könnte ihn mir daher so vorstellen:
    Ein Mann riet der Gattin in Seesen
    "Du solltest, gemäß Deinem Wesen,
    von Busfahrten, Flügen
    und Reisen in Zügen,
    mal wechseln zum Ritt auf dem Besen"

  • Christel Matzanke (Sonntag, 14. Januar 2018 12:03)

    Hallo, Thomas,

    super der Limerick und was hat die Hexe gesagt??

    Liebe Grüße Christel

  • Thomas Elbrecht (Samstag, 13. Januar 2018 13:04)

    Ein Mann riet der Gattin in Esens:
    »Du solltest – gemäß deines Wesens –
    von Busfahrten, Flügen
    und Reisen in Zügen
    mal wechseln – zum Reiten des Besens.«

    * * *
    Alternative Version mit indirekter Rede:

    Ein Mann riet der Gattin in Esens,
    sie solle – gemäß ihres Wesens –
    von Busfahrten, Flügen
    und Reisen in Zügen
    doch wechseln – zum Reiten des Besens.

  • Bernhard H. Behncke (Freitag, 12. Januar 2018 15:18)

    Es lebten zwei Bienen in Dong
    recht gut, doch man weiß nicht, wovon.
    Womit können Bienen
    so viel Geld verdienen?
    Das bleibt (m)ein Geheimnis, Pardon!

  • Dr. Claudius Ulmann (Donnerstag, 04. Januar 2018 13:21)

    Der Richter Karl Daun aus Rominthen
    hat Spaß an juristischen Finten
    in sämtlichen Fällen
    von Homosexuellen
    verliest er das Urteil von hinten.

  • Torsten Hildebrand (Donnerstag, 04. Januar 2018 11:58)

    Im Heim für Senioren aus Mücke,
    Da wirft man Ravioli und Stücke.
    Zur Putzfrau die scherzt.
    Doch bleibt sie beherzt;
    Und greift nach Toupet und Perücke.

  • Heinz Hermann Michels (Dienstag, 02. Januar 2018 15:56)

    Lieber Herr Dr. Ulmann,

    die Idee Ihres Bad-Neuenahr-Limericks gefällt mir. Leider ist die Syntax in Zeile 2 etwas unnatürlich. Und der Reim Silvester / fest er funktioniert nicht.

    Ich mache mal einen Vorschlag, bei dem ich allerdings eine Schwester einbauen muss, um einen Reim auf Silvester bilden zu können:

    'Ne fleißige Jung' aus Bad Neuenahr,
    der Meister im Streuen bei Glatteis war,
    verschlief an Silvester.
    Ihn schalt seine Schwester:
    "Jetzt rutschen die Leute ins neue Jahr!"

  • Thomas Elbrecht (Sonntag, 31. Dezember 2017 13:30)

    Zum Jahresabschluss der dritte Teil der »Jungfern-Trilogie«:

    Eine andere Jungfer, aus Halle,
    flog zum Sündigen südwärts nach Malle.
    Kaum am Ballermannstrand,
    gab sie lauthals bekannt:
    »Hallo Jungs, ich bediene euch alle!«

  • Heinz Hermann Michels (Freitag, 29. Dezember 2017 12:42)

    Hallo Herr Freund,

    ich gehe auf alle drei Limericks ein, die Sie hier eingestellt haben:

    Ein Stallknecht melkt Rinder in Trier,
    schlaftrunken um viertel vor vier.
    Da sieht ihn der Bauer
    und sagt zu ihm sauer:
    "du Trottel, du melkst ja den Stier."

    In Zeile 2 wird schlaftrunken eigentlich auf der ersten Silbe betont, aber dann stimmt die Rhythmik nicht mehr.

    Mein Vorschlag für Zeile 2:
    noch müde um viertel nach vier.


    Ein Shantychorsänger aus Lingen,
    tat sich auf ein Ruderboot schwingen.
    Die Ems wogte leis,
    Er wurde Schneeweiß,
    beließ es dann lieber beim Singen.

    Hier fehlt die Information, dass er wieder aus dem Boot ausgestiegen ist. Das muss man sich dazudenken. Zeile 2 hat einen unnatürlichen syntaktischen Aufbau (dem Reim geschuldet).

    Ein Kraftwagenfahrer aus Wenden,
    er winkte wie wild mit den Händen.
    Am Wegrand nicht weit,
    ne Jungfräulichkeit,
    die Schönheit tat ihn doch stark blenden.

    In Zeile 1 fehlt das Prädikat, also die Satzaussage, das Verb. Eigentlich sollte winkte das Verb sein, aber Zeile 2 ist ein vollständiger Satz. Besser wäre es, wenn die Zeilen 1 und 2 zusammen einen Satz bildeten.
    In Zeile 3 fehlt wieder das Prädikat (steht). Der Satz in Zeile 5 hat eine unnatürliche Syntax, weil er mit tun gebildet wurde, um am Ende den Infinitiv blenden als Reim nutzen zu können.
    Inhaltlich fragt man sich, woran man bzw. woran der Fahrer eine Jungfräulichkeit erkennt? Und Jungfräulichkeit ist ja auch nur eine substantivisch gebrauchte Eigenschaft, die ohnehin nicht am Wegesrand stehen kann; dort könnte allenfalls eine Jungfrau stehen. Die Information Jungfrau ist aber ohnehin überflüssig, weil sie nichts zur Pointe beiträgt. Jungfrauen sind ja nicht zwangsläufig bildschön. Letztlich zündet die Pointe auch nicht richtig, denn dass ein Fahrer mit den Händen winkt, wenn am Wegesrand eine hübsche Frau steht, ist an sich nicht witzig.

    Mein Vorschlag (mit je zwei unbetonten Silben am Anfang):
    Einmal wollte ein Fahrer aus Menden
    auf der Autobahn urplötzlich wenden,
    weil ein Mädchen am Rand
    dort im Minirock stand,
    um mit Reizen die Fahrer zu blenden.

  • Freund (Mittwoch, 27. Dezember 2017 12:12)

    Ein Stallknecht melkt Rinder in Trier,
    schlaftrunken um viertel vor vier.
    Da sieht ihn der Bauer
    und sagt zu ihm sauer:
    "du Trottel, du melkst ja den Stier."

  • Freund (Mittwoch, 27. Dezember 2017 11:17)

    Ein Shantychorsänger aus Lingen,
    tat sich auf ein Ruderboot schwingen.
    Die Ems wogte leis,
    Er wurde Schneeweiß,
    beließ es dann lieber beim Singen.

  • Torsten Hildebrand (Dienstag, 26. Dezember 2017 10:58)

    Ein Aufschneider prahlte in Geite:
    "Man säge ein Brett von der Seite.
    Da kann nichts geschehen,
    Ihr könnt es ja sehen."
    Als Kreissäge rasch ihn entzweite.

    Es möchte ein Starlet aus Zehren,
    Ihr bisschen Erfolg noch vermehren.
    Und spielt für den Ruhme,
    Mal Distel, mal Blume;
    und sämtliches Betten durchqueren.

  • Freund (Montag, 25. Dezember 2017 14:21)

    Ich würde gern eure Meinung hierzu hören.

    Ein Kraftwagenfahrer aus Wenden,
    er winkte wie wild mit den Händen.
    Am Wegrand nicht weit,
    ne Jungfräulichkeit,
    die Schönheit tat ihn doch stark blenden.

  • Dr. Claudius Ulmann (Samstag, 23. Dezember 2017 08:56)

    'Ne fleißige Jung' aus Bad Neuenahr
    bei Glatteis ein Meister im Streuen war
    doch nur an Silvester
    das schläft tief und fest er
    drum rutschen dann alle ins neue Jahr

  • Christel Matzanke (Donnerstag, 21. Dezember 2017 10:53)

    Hallo Thomas,

    war nicht böse gemeint.
    Ein schönes Weihnachtsfest wünsche ich Ihnen und allen die sich hier tummeln.

    Liebe Grüße
    Christel

  • Thomas Elbrecht (Donnerstag, 21. Dezember 2017 01:13)

    Hallo Christel,

    Sie haben recht: Mein Stil lässt in gewisser Weise sicherlich Feingefühl vermissen; Feingefühl im Sinne von Takt und von vornehmer Zurückhaltung bei der Wortwahl. Ich mag es gerne derb und drastisch – imma feste druff! :D Übrigens: Die ganz groben Limerick-Klötze gebe ich hier gar nicht zum Besten – so gesehen habe ich dann vielleicht doch ein bisschen Feingefühl. ;-)

    Vielen Dank jedenfalls für Ihre Rückmeldung; Ihnen und allen anderen Mitstreitern wünsche ich schöne Feiertage!

    Gruß,
    Thomas

  • Christel Matzanke (Mittwoch, 20. Dezember 2017 17:27)

    Hallo Thomas,
    Ihr Stil lässt etwas Feingefühl vermissen, zeugt aber von sehr viel Fantasie.
    Gruß Christel

  • Thomas Elbrecht (Sonntag, 17. Dezember 2017 11:59)

    Eine Fluglinie bietet ab Cannes
    explizit einen »Jungfernflug« an.
    »Unsre Crew ist verdorben«,
    wird im Flyer geworben,
    »und nimmt Jungfern so richtig hart ran!«

  • Bernhard H. Behncke (Freitag, 15. Dezember 2017 15:18)

    Ich wünsche der Gemeinde ein frohes Weihnachtsfest und alles Gute im nächsten Jahr. Möge der Gott der 'Limericker' viele gute Einfälle für Euch bereithalten. Hier ist mein letzter für dieses Jahr:
    In diesem Jahr kam St. Nikolaus
    mit leerem Säcklein in unser Haus.
    „Von Äpfeln und Nüssen
    soll ich Euch grüssen.
    Den Rest holte sich schon die Maus“.

  • Torsten Hildebrand (Mittwoch, 13. Dezember 2017 19:25)

    Ein Schauspieler übt sich in Bahren,
    Dem stellen von Tagesgefahren.
    Und stellte dann fest.
    Ein Spiegel der stresst.
    Man wird so schnell alt mit den Jahren.

  • Thomas Elbrecht (Mittwoch, 13. Dezember 2017 00:48)

    Ein Mann schrieb der Kasse in Blankenhain,
    er bräuchte von ihr einen Krankenschein
    sowie das Okay
    zur Schönheits-OP;
    sein Nachname, schrieb er, sei Frankenstein.

  • Thomas Elbrecht (Dienstag, 12. Dezember 2017 21:30)

    Es ging eine Jungfer aus Kuchen
    ins Reisebüro, um zu buchen.
    Sie sagte: »Egal,
    ob Wien, ob Ural –
    was zählt: Personal nur Eunuchen!«

  • Christel Matzanke (Montag, 11. Dezember 2017 13:53)

    Der Sepp sah ein Mädchen auf Rügen
    bei dem wär er gern eingestiegen,
    er fand keine Leiter
    da ging er halt weiter,
    nun übt er verzweifelt zu fliegen.

  • Thomas Elbrecht (Donnerstag, 07. Dezember 2017 23:41)

    Es suchte ein Flegel in Stücken,
    die Holde mit Charme zu berücken.
    Er schaute sie an
    und startete dann
    die Charmeoffensive mit: »Bücken!«

  • Bernhard H. Behncke (Dienstag, 05. Dezember 2017 13:02)

    Man traf sich, wie häufig, im Ballsaal,
    Der Herr und die Dame aus Nepal.
    Doch heute sagt sie,
    mit zitterndem Knie:
    „Kein Bargeld, zahl diesmal mit Paypal“.

  • Torsten Hildebrand (Samstag, 25. November 2017 12:58)

    Ein Sonnengebräunter aus Nebra,
    Der ist jetzt gestreift wie ein Zebra.
    Die Streifen so breit
    Und leuchten auch weit.
    Von Nebra bis Bebra nach Trebra.

  • Bernhard H. Behncke (Samstag, 25. November 2017 12:01)

    In Anlehnung an bereits Geschriebenes:

    Die Dienstmagd des britischen Lords
    trug seltsamerweise stets Shorts.
    Entgegen den Sitten
    graptscht er nach den Titten,
    doch war'n seine Arme zu korz.

  • Heinz Hermann Michels (Mittwoch, 22. November 2017 14:16)

    Hallo Herr Buring,

    den Titel Ihres geplanten Buches – ich meine den 2. Teil hinter dem Gedankenstrich – gefällt mir ehrlich gesagt nicht. Und wenn es tatsächlich um frauenfeindliche Limericks gehen sollte, dann wäre ich der Letzte, der es kaufen würde.

    Witze über Frauen sind bei Limericks natürlich üblich, ebenso wie Witze über Männer. Die Geschlechter sind allgemein ein dankbarer Stoff für Limericks. Frauenfeindlich sind Witze über Frauen aber nicht automatisch, so ist auch Ihr Beispiel nicht frauenfeindlich. Dazu würde eine lesbare Verachtung gehören. Und Verachtung ist ein Humorkiller, obschon sich immer Leute (Männer) finden lassen, die so etwas trotzdem sehr witzig finden.

    Ich nehme an, dass der von mir kritisierte Teil der Überschrift witzig provokant gemeint ist. Da man das aber nicht klar erkennt, wirkt der Titel auf mich eher abschreckend. Vielleicht bekommen Sie sogar Schwierigkeiten mit dem Verlag deswegen; bei einer selbstfinanzierten Publikation vielleicht auch nicht.

    Nun zu Ihrem Beispiellimerick.

    Sie haben sich zu einer Überschrift entschieden (eine gute, wie ich finde). Das ist bei Limericks eher unüblich, weil eine Überschrift quasi eine Erweiterung des 5-Zeilers ist. Streng genommen wird er damit zu einem 6-Zeiler. Aber das ist ok, das haben auch schon andere gemacht. Diese Entscheidung würde ich zur künstlerischen Freiheit des Autors rechnen.

    Das Hauptproblem ist die Rhythmik. Die stimmt in Ihrem Beispiel leider überhaupt nicht. Zeile 1 hat 11 Silben, die Zeile 2 hat nur 10 und die letzte Zeile sogar nur 9. Auch die beiden kurzen Zeilen haben unterschiedlich viele Silben, einmal 7 und einmal nur 5. Zwar gibt es bekannte Limericks (oft englische), die es mit der Silbenzahl nicht ganz genau nehmen, aber da geht es immer nur um eine unbetonte Silbe mehr oder weniger am Zeilenanfang. Zwar sollte man auch das vermeiden, aber manchmal lässt sich eine bestimmte Pointe auch nicht ohne diese Abweichung erzeugen, was wiederum mit den geforderten Hebungen und den Abständen zwischen den Hebungen (2 unbetonte Silben) zu tun hat.

    Im Folgenden habe ich mal die Hebungen durch Fettschrift kenntlich gemacht. Sie erkennen sofort, dass die anapästisch-daktylische Rhythmik, die ein Wesensmerkmal des Limericks ist, von Ihnen nicht eingehalten wird:

    Ein Bermudamädchen in Bermudashorts
    war chambermaid eines britischen Lords
    Doch die Sitten des Briten
    waren umstritten
    so wurde er Opfer eines Mords

    Mein Verbesserungsvorschlag:
    Es war mal ein Mädchen in Shorts
    Die Magd eines britischen Lords
    Doch waren die Sitten
    Des Briten umstritten
    Drum starb er aufgrund eines Mords

    Nun stimmt zwar die Rhythmik, aber die Pointe bleibt schwach. Wenn eine Magd ständig in Shorts Dienst tat, dann war ihre Sitte wohl eher umstritten, nicht die eines Lords, der eine für Mägde übliche Kleidung erwartete. Und wenn Sie auf eine Übergriffigkeit des Lords anspielen wollten, dann wird das nicht deutlich, weil die spezielle Kleidung der Magd ja auch eine umstrittene Sitte darstellte. Aber selbst wenn der Aufbau plausibler wäre, ist die Pointe, dass die Magd den Lord schließlich ermordete, nicht sonderlich witzig.

    Bitte seien Sie mir nicht böse, wenn ich so offen Kritik übe, aber die Dichtwerkstatt ist ja auch als Forum für Kritik gedacht. Es nützt ja einem Autor nichts, wenn man offensichtliche Schwächen eines Limericks nicht benennt.

  • Bernhard H. Behncke (Mittwoch, 22. November 2017 12:22)

    Hallo, Hans, ehrlich gesagt, ich würde mit einer Veröffentlichung noch etwas warten. MfG Bernhard

  • Hans Buring (Mittwoch, 22. November 2017 11:34)

    Lieber Herr Michels,
    in Kürze werde ich mein kleines Limerick-Bändchen mit dem Titel "Inselschönheiten. 300 Limericks - überwiegend frauenfeindlich" veröffentlichen. Wenn Sie wollen, eine Kostprobe vorab, Limerick 106 von 300:
    "Brexitus
    Ein Bermudamädchen in Bermudashorts
    war chambermaid eines britischen Lords.
    Doch die Sitten des Briten
    waren umstritten,
    so wurde er Opfer eines Mords"
    Liebe Grüße
    Hans Buring

  • Bernhard H. Behncke (Montag, 20. November 2017 11:40)

    Liebe Jutta, großartig, bin ich nicht drauf gekommen. Und 'n büschen frech darf ein Limerick ja sein! Danke!
    Bernhard

  • Jutta Schmidt (Sonntag, 19. November 2017 22:15)

    Hallo Bernhard
    Wie wäre es mit dieser Version für die letzte Zeile:
    Es kam eine Jungfrau zum Doc,
    Die trug einen ganz kurzen Rock,
    Darunter 'ne Büx,
    So groß wie fast nix,
    Da wurde der Doktor zum Bock.

  • Bernhard H. Behncke (Sonntag, 19. November 2017 11:53)

    Es kam eine Jungfrau zum Doc,
    die trug einen ganz kurzen Rock.
    Darunter 'ne Büx,
    so groß wie fast nix.
    Da guckte der Doc lieber wog.

  • Bernhard H. Behncke (Samstag, 18. November 2017 17:36)

    Man traf sich, wie häufig, im Ballsaal,
    Der Herr und die Dame aus Nepal.
    Doch heute sagt sie,
    mit zitterndem Knie:
    „Kein Bargeld, zahl diesmal mit Paypal“.

  • Jutta Schmidt (Donnerstag, 16. November 2017 17:02)

    Wird man Selbstmörder wählt man in Dong,
    zwischen Pille und Sprung vom Balkong.
    Die Entscheidung ist schwer,
    ein Zurück gibt´s nicht mehr,
    drum lässt mancher die Finger davong.

  • Heinz Hermann Michels (Montag, 13. November 2017 11:16)

    Liebe Leute,

    bitte hört auf, euch gegenseitig der Unfähigkeit zu bezichtigen. Wer Limericks einer bestimmten Person wegen formaler Fehler oder einer schlechten oder unverständlichen Pointe ablehnt, der soll entweder inhaltlich kritisieren oder die Limericks einfach ignorieren. Ich werde hier jedenfalls grundsätzlich keine Zensur üben. Grundsätzlich heißt, es kann auch Ausnahmen geben. Eine solche wäre gegeben, wenn jemand rassistisch, sexistisch, gewaltverherrlichend oder diskriminierend dichtet oder postet. Wenn jemand z.B. Hass schüren will oder die Regeln des respektvollen Umgangs miteinander massiv verletzt. Seit der Existenz meiner Seite, also seit 2012, habe ich erst zwei- oder dreimal einen Beitrag aus diesem Forum gelöscht (nicht mitgerechnet die Spambeiträge, die nichts mit Limericks zu tun hatten). Ich bin froh, dass ich nur so selten zensierend eingreifen musste.

    Bitte versucht grundsätzlich, jeden Menschen in seinem Sosein zu akzeptieren und zu respektieren, und gebt diesen Grundsatz nur in extrem inakzeptablen Fällen auf. Z.B. dann, wenn das Gegenüber genau dieses Selbstverständnis missachtet und verachtet.

  • Torsten Hildebrand (Montag, 13. November 2017 06:40)

    Sorry Bernhard, wenn du so für Meinungsfreiheit bist. Dann dürfen meine auch stehen bleiben. Und was Jutta Schmidt geschrieben hat ist weder eine Kritik noch ist es Spott es Mobbing wenn man es richtig sieht. Und warum geht ihr mit Frau Schmidt nicht so barsch um, wenn bei ihr das Versmaß nicht stimmt?

    Und danke für die Diskriminierung!


    Es redet ein Mundwerk sehr viel
    Und hat nur gemeines zum Ziel
    Doch bleibt es nur so
    Ganz ohne Niveau
    Da spottet man besser mit Stil

  • Thomas Elbrecht (Montag, 13. November 2017 03:18)

    Korrigierte Version:

    Da sprach ein Herr E. aus Berlin:
    »Hey Thorsten, een’ Schluss kannste ziehn:
    Man schätzt dich zwar sehr,
    doch wenja is mehr;
    nun folge der Lim’rick-Doktrin.

    Wir wissen, du hast et jezeicht,
    et hat schon für Bessret jereicht.
    Du kannst et, o Mann,
    drum strenge dich an,
    bevor uns hier Unmut beschleicht.«

  • Thomas Elbrecht (Montag, 13. November 2017 03:13)

    Da sprach ein Herr E. aus Berlin:
    »Hey Thorsten, een’ Schluss kannste ziehn:
    Man schätzt dich zwar sehr,
    doch wenja is mehr;
    nun folge der Lim’rick-Doktrin.

    Wir wissen, du hast et jezeicht,
    et hat schon für Bessret jereicht
    Du kannst et, o Mann.
    drum strenge dich an,,
    bevor uns hier Unmut beschleicht!«

  • Bernhard H. Behncke (Sonntag, 12. November 2017 17:53)

    Prima, Jutta, ich verstehe auch nicht, was der will. Ohne die Meinungsfreiheit einzuschränken, sollte HHM den Unsinn eliminieren. Grüße aus HH - Bernhard

  • Winfried K (Samstag, 11. November 2017 19:22)

    Kritik mit Verstand und Sinn
    bekommt auch nicht jeder hin
    vor allem mit Wörtchen
    vom ganz stillen Örtchen
    Ich les' das und glaube ich spinn

  • Jutta Schmidt (Freitag, 10. November 2017 15:20)

    Ein Torsten aus „ich weiß nicht wo“
    schreibt Limericks ganz oft fürs Klo,
    er reimt allerhand,
    ohne Sinn und Verstand,
    macht das den HH Michels froh?

  • Torsten Hildebrand (Donnerstag, 09. November 2017 03:06)

    Ein Mädchen gestand mal in Göhren:
    "Ich habe die Unschuld verlören.
    Ich weiß auch bei Wem
    Und müsse seitdem,
    Dem jüngsten der Brüder gehören."

    Ein Tänzer aus Falken-Gesäß,
    Der tanzte den Walzer gemäß,
    Mit langsamen Schritt
    Und stolpert im Tritt.
    Da sucht sich sein Kopf ein Gefäß.

    Ein Bergsteiger wohnhaft in Düste,
    Der stand auf dem Spielplatz und grüßte.
    Bis Er dann verzagt,
    Da großes ihn plagt.-
    Die Angst vor dem Klettergerüste.

  • Torsten Hildebrand (Sonntag, 05. November 2017 17:35)

    Die fromme Giraffe aus Galm,
    Die las in der Bibel den Psalm.
    Dann schlürft sie gelassen,
    Aus englischen Tassen,
    Die Seiten der Bibel mi Halm.

    Wenn große Giraffen sich martern,
    Vom lernen des Fahrens mit Kadern.
    Kommt leise ein Ton:
    "Wir tragen ja schon
    Die Punkte aus Flensburg und Artern."

  • Bernhard H. Behncke (Samstag, 04. November 2017 11:26)

    Den Dorfgendarmen in Sexten
    die Damen und Herren verhexten.
    Er wußte nicht mehr,
    war er SIE oder ER?
    Und sprach nur in unklaren Texten.