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Kommentare

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  • Thomas Elbrecht (Mittwoch, 18. Oktober 2017 00:28)

    Eine helle Libelle in Celle
    kam zu richtig viel Geld auf die Schnelle
    dank der Gründeridee
    mit dem Kalauerdreh:
    Die Libelle – wie helle! – verlieh Bälle.

    * * *
    Z5 ist zwar nicht regelkonform, aber das ist mir in diesem besonderen Fall herzlich egal. ;-)

  • Winfried K (Dienstag, 17. Oktober 2017 06:44)

    Zum Osterfest gibt es in Speyer
    Wie überall auch bunte Eier
    die Fragen sind alt
    wieso und weshalb?
    Es wächst frisches Gras vor der Feier

  • Winfried K (Dienstag, 17. Oktober 2017 06:30)

    Hallo Thomas,
    schön, wenn‘s gefällt. Danke. Mir gefällt Ihre Version auch. LG von einem Nichtraucher

  • Torsten Hildebrand (Sonntag, 15. Oktober 2017 23:33)

    Es benutzt ein Kanute aus Calbe,
    Für die Pflege der Backen viel Salbe.
    Denn der Boden ist hart,
    In der Stromschnellen - Fahrt.
    Und da wünscht er sich: Kurze und Halbe.

    Es trinken Kanuten aus Calbe,
    In Kneipen nur Kurze und Halbe.
    Denn Stromschnellen schindern,
    Den hopsenden Hintern,
    Der braucht dann am Abend viel Salbe.

  • Thomas Elbrecht (Sonntag, 15. Oktober 2017 02:45)

    Hallo Winfried,

    die in Ihrem Kuh-Limerick verborgen liegende Pointe gefällt mir außerordentlich gut. Ich habe mich deshalb mal erdreistet, den Wortwitz etwas besser rauszuarbeiten und Limerick metrisch zu verbessern.
    Ich hoffe, das Ergebnis sagt Ihnen zu.

    Es freut eine Kuh auf der Alm
    vom Gras jeder einzelne Halm.
    Verzehren von Gras
    bereitet ihr Spaß;
    die Bullen beunruhigt der Qualm ...

    ***
    In Zeile 1 könnte es auch heißen:
    Es freut eine Kuh in der Schwalm ...
    https://de.wikipedia.org/wiki/Schwalm_%28Landschaft%29

    Gruß,
    Thomas

  • Thomas Elbrecht (Samstag, 14. Oktober 2017 20:47)

    Einer geht noch:

    Einst übte ein Mädchen aus Benken,
    sich aufführungsreif zu verrenken.
    Heut tritt sie oft auf
    und spart für den Kauf
    von allerlei Austauschgelenken.

  • Thomas Elbrecht (Samstag, 14. Oktober 2017 20:39)

    Noch zwei Varianten:

    Einst übte ein Mädchen aus Benken,
    sich aufführungsreif zu verrenken.
    Heut ist sie ein Star,
    kriegt viel Honorar;
    sie braucht’s auch - zum Kauf von Gelenken.
    Es übte ein Fräulein aus Benken,
    sich aufführungsreif zu verrenken.
    Sie trat einmal auf,
    doch ging sie dann drauf -
    die Gage, beim Kauf von Gelenken.

  • Christel Matzanke (Samstag, 14. Oktober 2017 18:17)

    Nach dem Einbau von neuen Gelenken
    Kann man sich nicht mehr so leicht verrenken
    Da wird das zur Qual
    Und das ist fatal
    Da hilft auch kein Mut um zu glänzen.

  • Thomas Elbrecht (Samstag, 14. Oktober 2017 15:37)

    Hallo Heinz Hermann,

    vielen Dank für Ihre Hinweise.

    Ihren Vorschlag für den Konsumlimerick finde ich völlig okay - kann man so machen.

    Der Verrenkungslimerick ist in der Tat schwieriger. Zwar könnte man ganz einfach "AUF den Kauf" durch "FÜR den Kauf" ersetzen, aber das löste das Problem mit Zeile 3 nicht, die ich auch selbst nicht ganz überzeugend finde.

    Ihre Variante gefällt mir nicht schlecht, aber leider geht da doch etwas verloren. Spontan fällt mir als Alternative noch das ein:


    Es übte ein Fräulein aus Benken,
    sich aufführungsreif zu verrenken.
    Heut ist sie ein Star,
    kriegt viel Honorar
    und nutzt dies zum Kauf von Gelenken.

  • Bernhard H. Behncke (Samstag, 14. Oktober 2017 12:04)

    Es war eine Jungfrau in Millen
    die konnt' ihre Sehnsucht nicht stillen.
    Nach dem ersten Kind
    verzog sich der Wind.
    Den Vater, den könnte sie killen.

  • Heinz Hermann Michels (Samstag, 14. Oktober 2017 11:55)

    Hallo Thomas,

    ich finde Ihre beiden Benken-Limericks interessant.
    Beim Schlangenmädchen-Limerick habe ich aber sprachliche Einwände:
    Man spart auf etwas, was man sich kaufen möchte, aber man spart nicht auf den Kauf von etwas.
    Dann gefällt mir die Fortsetzung in Zeile 3 nicht besonders.

    Ich denke, die kurzen Zeilen funktionieren wohl nicht mit dem Reimpaar auf/Kauf. Ich habe es mal mit anderen Reimwörtern versucht und komme dann allerdings auf einen Vorschlag, der auch in die anderen Zeilen etwas eingreift:

    Es pflegte ein Fräulein aus Benken
    Vor Publikum sich zu verrenken
    Inzwischen bekannt
    Verfolgt sie gebannt
    Die Kosten von Austauschgelenken

    Ich gebe zu, dass der Gedanke des Sparens sehr schön war, aber sehe im Moment keine Lösung, in der das Sparen erhalten bleiben könnte.

    Das heute obsolete Fräulein könnten Sie durch Mädchen ersetzen.

    Im anderen Limerick empfinde ich klar in Zeile 3 als reines Füllwort. Man könnte es vermeiden, indem man den Limerick in die Vergangenheit setzt:

    Es hatte ein Mädchen aus Benken
    Konsum gegenüber Bedenken
    Doch schränkte es ein:
    »Das Eine darf sein:
    Ich lasse mich gerne beschenken.«

  • Thomas Elbrecht (Freitag, 13. Oktober 2017 18:54)

    Es übte ein Fräulein aus Benken,
    sich aufführungsreif zu verrenken.
    Nun führt sie es auf
    und spart auf den Kauf
    von allerlei Austauschgelenken.

    * * *

    Es hat eine Dame aus Benken
    Konsum gegenüber Bedenken.
    Doch schränkt sie klar ein:
    »Das Eine darf sein:
    Ich lasse mich gerne beschenken.«

  • Winfried Kämz (Donnerstag, 12. Oktober 2017 13:43)

    Die Kühe im Bergischen Land
    sind glücklich wie man herausfand
    jeden Tag oh wie fein
    ziehen Gras sie sich rein
    den Bullen is das längst bekannt

  • Thomas Elbrecht (Donnerstag, 12. Oktober 2017 01:06)

    Hallo Heinz Hermann,

    verspäteten Dank für Ihre Erläuterungen zu den Begriffen rund ums Trinken.

    Gruß,
    Thomas

  • Winfried Kämz (Mittwoch, 11. Oktober 2017 19:17)

    Hallo Herr Michels,

    hab ich doch meinen Namen vergessen.
    Liebe Grüße, Winfried Kämz

  • Winfried K (Mittwoch, 11. Oktober 2017 19:13)

    Hallo Herr Michels,

    vielleicht lerne ich es noch. Schön, dass es mit Ihrer Zusammenarbeit zu so einem tollen Ergebnis kommt. Ich habe oft morgens eine Eingebung. Außerdem starte ich dann belustigt in den Tag. Herrlich! Danke und liebe Grüße
    Winfried

  • Torsten Hildebrand (Mittwoch, 11. Oktober 2017 06:22)

    Hallo Heinz Hermann Sie haben recht die Gegenwartsform ist besser.
    Dürfen sie gerne so übernehmen. Vielen dank.

  • Thomas Elbrecht (Dienstag, 10. Oktober 2017 21:46)

    Hallo Jutta,

    sehr schön gekontert! :-)

    Liebe Grüße zurück

  • Heinz Hermann Michels (Dienstag, 10. Oktober 2017 16:12)

    Hallo Torsten,

    Ihr Headbanger-Limerick gefällt mir. In den beiden kurzen Zeilen wechseln Sie allerdings in die Vergangenheitsform. Und die 5. Zeile gefällt mir sprachlich nicht besonders.

    Mein Vorschlag:

    Ein Headbanger schüttelt in Klink
    Den Kopf und die Haare echt flink
    Erst sieht man sie liegen
    Dann sieht man sie fliegen
    Dann landen die Schuppen im Drink

    Wenn Sie mit meiner Änderung einverstanden wären, würde ich den Limerick sehr gerne übernehmen. Der Limerick ist richtig toll!

  • Heinz Hermann Michels (Dienstag, 10. Oktober 2017 16:01)

    Hallo Winfried,

    Ihr Peine-Limerick hat eine gute Pointe, aber u.a. stimmt die Rhythmik nicht:

    - Zeile 1 beginnt mit einer unbetonten Silbe, Zeile 2 mit zwei unbetonten.
    - In Zeile 2 steht zwischen Hebung 1 und 2 nur eine unbetonte Silbe (statt 2).
    - In Zeile 4 muss es machte heißen.
    - Zeile 5 hat eine Silbe zu wenig und Machoschweine funktioniert nicht, weil dieses Wort auf der ersten und dritten Silbe betont wird.

    Mein Vorschlag:

    Verliebt war ein Esel aus Peine
    Und starrte auf Euter und Beine
    Einer schwarzbunten Kuh
    Doch die machte nur muh
    Sie stand mehr auf richtige Schweine

    Jetzt haben die langen Zeilen nur eine unbetonte Silbe vorn, die kurzen 2, was aber durchaus zulässig ist. Nur innerhalb der langen und innerhalb der kurzen Zeilen sollte die Rhythmik identisch sein.
    Mir gefällt die Tatsache, dass Esel, Kuh und Schwein nicht einfach nur Tierarten benennen, sondern dass die Begriffe auch eine übertragene Bedeutung als Schimpfwörter haben. Und die Krönung ist „richtige Schweine“, denn damit sind eben nicht richtige Schweine, also nicht Tiere der Gattung Schwein gemeint. In Ihrem kleinen Tierreich gerät also gedanklich einiges durcheinander – und das ist die Stärke dieses Limericks! Wenn Sie mit meinen Änderungsvorschlägen einverstanden wären, würde ich diesen Limerick gerne mit Ihrem Namen auf meine Seite übernehmen. Dazu müssten Sie mir allerdings noch Ihren Nachnamen verraten.

  • Torsten Hildebrand (Dienstag, 10. Oktober 2017 14:06)

    Ein Muskelpaket aus der Schweiz,
    Der glänzte seit Stunden bereiz,
    Mit Öl sich die Haut.
    Erst leise, dann laut.
    Es juckte der Ausschlag mit Reiz.

  • Torsten Hildebrand (Dienstag, 10. Oktober 2017 12:42)

    Ein Headbanger schüttelt in Klink
    Den Kopf und die Haare so flink.
    Erst sah man sie liegen,
    Dann sah man sie fliegen:
    Die Schuppen in Truppen zum Drink.

  • Winfried K (Dienstag, 10. Oktober 2017 07:11)

    Es war mal ein Esel aus Peine
    ganz verliebt in Euter und Beine
    einer schwarz-bunten Kuh
    doch die macht nur muh
    die stand mehr auf Machoschweine

  • Jutta Schmidt (Montag, 09. Oktober 2017 14:47)

    Es drehte ein Forscher in Celle
    zum Film-Thema "Männer und Bälle".
    Dabei wurde schnell klar
    wenn ein Ball im Spiel war
    wurde Männerhirn zur Frikadelle.

    Liebe Grüße an Thomas :-)

  • Heinz Hermann Michels (Montag, 09. Oktober 2017 13:21)

    Hallo Thomas,
    in der einen Jasager-Limerick-Version stört mich „Schankstübchen“. Das sagt am Rhein keiner, der Ausdruck passt eher zu Süddeutschland. Wirtschaft, Lokal und Kneipe sind am Rhein die geläufigsten Ausdrücke, aber auch Weinstube und Wirtshaus sind nicht untypisch.

    Trinken finde ich besser als kippen, denn kippen tut man doch eher Bier als Wein. Schlürfen erscheint mir zu genießerisch und langsam, kippen zu schnell. Picheln würde sehr gut passen, denn das sagt man am Rhein gern im Zusammenhang mit einem problematischen Trinkverhalten.

  • Heinz Hermann Michels (Montag, 09. Oktober 2017 12:52)

    Hallo Frank,

    der Vorschlag von Thomas, statt Pastor oder Priester Prälat zu verwenden, finde ich sehr gut.

    Wenn Sie einverstanden wären, dass ich Ihren Limerick mit Nennung Ihres Namens in der folgenden Version übernehme, dann mache ich das:

    Ein Prälat aus dem fernen Bordeaux
    - Übers Keuschheitsgelübde nicht fraux -
    Küsste wild und mit Wonne
    Eine reizende Nonne
    Und dann kniff er sie in den Peauxpeaux

    Wie Sie sehen, lasse ich Satzzeichen an den Enden von Zeilen i.d.R. weg (außer bei einem Einschub, den ich mit Gedankenstrichen eingrenze) und beginne eine Zeile grundsätzlich mit einem Großbuchstaben (außer wenn eine wörtliche Rede über mehrere Zeilen geht). Dieses Prinzip versuche ich durchzuhalten, damit die Limericks alle diesbezüglich eine einheitliche Form haben.

  • Thomas Elbrecht (Sonntag, 08. Oktober 2017 19:09)

    Ein Kurzfilmer drehte in Nauen
    versteckt einen Film über Frauen.
    Sie zetern und fluchen
    bei Einparkversuchen.
    Der Titel des Streifens: »Das Grauen«.

    * * *
    Ich entschuldige mich schon im Voraus bei Jutta. ;-)

  • Thomas Elbrecht (Sonntag, 08. Oktober 2017 18:12)

    Beim Bordeauxlimerick von Frank könnte man »Pastor« vielleicht durch »Prälat« ersetzen; das wäre betonungsmäßig eindeutig.

    Mein (schon etwas älterer) Bordeauxlimerick:

    Ein Pärchen verschwand in Bordeaux
    im Bistreaux zum Poppen aufs Kleaux.
    Er rief: »Lass disch ge’en!
    Will Porneaux isch dre’en.«
    Sie stöhnte zur Sheaux künstlich: »Eaux!«

  • Thomas Elbrecht (Sonntag, 08. Oktober 2017 17:59)

    Hallo Heinz-Hermann,

    Zum Schneckenlimerick:
    Ihren Einwand bezüglich des Begriffs verrecken kann ich nicht nachempfinden; für mich passt er perfekt. Welcher Begriff könnte trefflicher sein, wenn wir uns eine übel verletzte Schnecke vorstellen, die durch überhöhte Geschwindigkeit von der Piste geflogen ist und als Folge dieses Horrorunfalls im »Straßengraben« verendet?! (So die mutmaßlichen Angstvisionen der Normaloschnecken.)
    Außerdem bin ich auch mit Ihrer Beifügung »glitschig« nicht ganz glücklich, weil es mir darum ursprünglich gar nicht ging. Beim »Highway to Hell« dachte ich an das legendäre Lied von AC/DC, und wenn ich es recht erinnere, ging es darin um jemand, der sich (quasi im Rausch) auf der Überholspur und damit auf dem Weg ins Verderben befindet.

    Ich fürchte, wir kommen da nicht auf einen Nenner.

    Gruß,
    Thomas

  • Thomas Elbrecht (Sonntag, 08. Oktober 2017 17:41)

    Hallo Heinz-Hermann,

    zum Jasagerlimerick:
    Für mich ist der Begriff schlürfen nicht unpassend; man kann sich nach meiner Vorstellung durchaus genüsslich betrinken – zumal mit Wein, das muss nicht akkordartig vonstatten gehen. Aber es ist auch kein Problem, das Wort zu ersetzen, beispielsweise durch »kippte« oder »trank«.
    Zur Großflasche: In der Tat wird dieser Begriff von keinem Menschen für 1-Liter-Flaschen benutzt – das wäre auch falsch. Großflaschen sind alle Flaschen ab 1,5 Liter aufwärts, und zwar bei Wein, Sekt und Spirituosen. Und an die in der Gastronomie nicht unübliche 1,5-Liter-Flasche hatte ich gedacht, als ich »Großflaschen« verwendete. Aber auch hier lässt sich der Begriff ersetzen.

    Zwei Vorschläge:

    Ein Jasager trank einst am Rhein
    im Schankstübchen zwei Flaschen Wein.
    Man ahnte die Bitte
    und holte die dritte –
    da sagte er erstmalig nein.

    Ein Jasager kippte am Rhein
    im Wirtshaus flott zwei Flaschen Wein.
    Man ahnte die Bitte
    und holte die dritte –
    da sagte er erstmalig nein.

  • Jutta Schmidt (Sonntag, 08. Oktober 2017 17:39)

    Hallo Heinz Hermann,
    ich danke für die Korrektur meines Limericks, die mir sehr gefällt.
    Ich gebe zu, den Herrn am Kanal in Punkto Interpunktion ein wenig lieblos behandelt zu haben und gelobe Besserung.
    Grüße
    Jutta

  • Heinz Hermann Michels (Sonntag, 08. Oktober 2017 15:46)

    Hallo Jutta,

    in Ihrem Limerick vom Mann am Kanal stören mich zwei Dinge:
    - der Dattel Kanal, der, wenn es ihn gibt, sicherlich zusammengeschrieben wird oder zumindest mit Bindestrich. Ich kenne nur einen Wesel-Datteln-Kanal.

    - die Rhythmik von Zeile 5, wo man relativ unnatürlich für betonen muss, damit das rhythmisch funktioniert

    Mein Vorschlag:

    Ein Mann stand am Landwehrkanal
    Und dachte: "Ich müsste jetzt mal
    ganz schnell aufs WC,
    denn wenn ich nicht geh,
    dann wirds für die Hose fatal."

    In wörtlicher Rede (Gedanken gehören grammatikalisch dazu) mache ich alle Satzzeichen und beginne eine folgende Zeile, die noch zur wörtlichen Rede gehört, nicht automatisch mit einem Großbuchstaben.

    Dann habe ich die Szene noch in die Vergangenheit gesetzt, was ihr mehr erzählerische Qualität gibt. Was meinen Sie?

  • Heinz Hermann Michels (Sonntag, 08. Oktober 2017 15:27)

    Hallo Frank,

    gegen Ihren Vorschlag ist natürlich nichts einzuwenden, aber die formalen Kriterien (Silbenzahl, Rhythmik, Reime) müssen natürlich erfüllt werden. In Ihren beiden Vorschlägen klappt vor allem die Rhythmik nicht durchgängig. Auch die vielen Auslassungen von Buchstaben durch das Setzen von Apostrophen stören die Ästhetik eines Limerick-Gedichts. Auslassungen sollten die Ausnahme bleiben und nur da genutzt werden, wo es anders nicht geht.

    Für den Bordeaux-Limerick mache ich mal einen alternativen Vorschlag, ohne das rhythmisch schwer verwendbare Zölibat mit seiner Betonung auf der 3. Silbe zu verwenden.

    Ein Pastor aus dem fernen Bordeaux,
    übers Keuschheitsgelübde nicht fraux,
    küsste wild und mit Wonne
    eine reizende Nonne
    und dann kniff er sie in den Peauxpeaux.

    Wegen der zwei unbetonten Silben zu Beginn jeder Zeile, musste ich in Zeile 1 auf Pastor ausweichen, was auch nicht optimal ist, weil Pastor zwei Betonungsvarianten hat und nur mit einer funktioniert, nämlich der mit Betonung auf der 2. Silbe.

  • Heinz Hermann Michels (Sonntag, 08. Oktober 2017 13:27)

    Hallo Thomas,

    an Ihrer letzten Jasager-Version stören mich zwei Dinge. Zum einen das Wort schlürfte, das auf sehr langsames Trinken hindeutet. Wenn der Mann sich (lustvoll) besoffen hat, dann passt schlürfen nicht. Der zweite Begriff, der mich stört, ist Großflaschen. Das sagt kein Mensch zu einer 1-L-Flasche. Beim Sekt könnte man von einer Magnumflasche sprechen, aber beim Wein würde ich eher eine Literangabe machen oder einfach von einer Zahl Flaschen sprechen.

  • Heinz Hermann Michels (Sonntag, 08. Oktober 2017 13:18)

    Hallo Thomas,

    an Ihrer neuen Version des Schneckenlimericks stört mich nur eins: das Wort Verrecken. Da man auch beim Schlappmachen von verrecken spricht, klingt es nicht mehr eindeutig wie ein Tod als Folge überhöhter Geschwindigkeit. Und genau das wäre ja der Witz, sich eine Schnecke vorzustellen, von der andere Schnecken denken, sie könnte bei ihrem rasanten Tempo aus einer Kurve geworfen werden und umkommen.
    Ich assoziiere jetzt eher ein Schnecke, die immer langsamer wird und dann an Erschöpfung stirbt.
    In meiner Fassung war auch auch von glitschigem Highway die Rede, also von einer gefährlichen Straßenlage, wo man sich mit entsprechend angepasster Geschindigkeit bewegen sollte.

  • Frank Schröder (Sonntag, 08. Oktober 2017 12:41)

    Guten Tag!
    Wie wär's denn mal mit Reimen, die den Klang eines ausländischen Ortsnamens auf die deutschen Wörter übertragen? Beispiel von mir:
    Ein südenglischer Seemann (aus Brighton)
    küsst' im Hafen von Hamburg vor Zighton
    'ne hanseatische Deern,
    beide taten das geern,
    und sie ließ sich zu mehr noch verlighton.
    Oder:
    Und ein Priester im fernen Bordeaux
    wurd' des Zölibats durchaus nicht fraux.
    Dacht: "Ich pfeif' auf den Stuss!",
    gab 'ner Nonne 'nen Kuss
    und kniff sie in den Peauxpeaux.

  • Jutta Schmidt (Samstag, 07. Oktober 2017 23:13)

    Ein Mann steht am Dattel Kanal
    Und denkt sich ich müsste jetzt mal
    Ganz schnell auf´s WC
    Denn wenn ich nicht geh
    Wird´s für meine Hose fatal

  • Thomas Elbrecht (Samstag, 07. Oktober 2017 19:51)

    Hallo Heinz-Hermann,

    für den Schneckenlimerick würde ich eine andere Version vorschlagen; durch das Streichen des Wörtchens ängstlichen stehen die anderen Schnecken jetzt stärker als die Normalen da, gleichzeitig behält der Limerick so aber etwas mehr Tempo, da keine doppelten Auftakte nötig sind.

    Es kroch eine Schnecke in Zell
    nach Ansicht der andern zu schnell.
    Drum warnten die Schnecken,
    ihr drohe Verrecken;
    sie sei auf dem Highway to Hell.

  • Thomas Elbrecht (Samstag, 07. Oktober 2017 18:09)

    Nachtrag:
    Z4 ev.:
    und holte die dritte -

  • Thomas Elbrecht (Samstag, 07. Oktober 2017 17:27)

    Hallo Heinz-Hermann,

    beim Jasagerlimerick war die Vorstellung, die mich amüsierte, dass er - vom Suff beflügelt - seine Schwäche überwindet; das hat auch eine leicht zynische Note, die mir gefällt. Man kann den Spieß aber genauso gut umdrehen und die Pointe so gestalten, wie Sie es vorschlagen. Wie fänden Sie diese Variante:

    Ein Jasager schlürfte am Rhein
    im Wirtshaus zwei Großflaschen Wein.
    Man ahnte die Bitte
    und gab ihm die dritte –
    da sagte er erstmalig nein.

    * * *

    Ihre Version des Zell-Limericks ist für mich auch okay.

    Gruß,
    Thomas

  • Heinz Hermann Michels (Samstag, 07. Oktober 2017 15:08)

    Hallo Thomas,

    für Ihren Schnecken-Limerick möchte ich eine Alternative vorschlagen:

    Eine furchtlose Schnecke aus Zell
    Kroch nach Ansicht der andern zu schnell
    Und sie warnten die Schnecke
    Damit die nicht verrecke
    Auf dem glitschigen Highway to Hell

    Der Unterschied zwischen Ihrer Version und meiner ist eher subtil. Bei Ihrer Version wird die schnellere Schnecke als normal beschrieben, die langsamen als ängstlich. In meiner Version ist die schnellere Schnecke ein Heißsporn, ein Halbstarker, während die anderen eher normal gestrickt sind.

  • Heinz Hermann Michels (Samstag, 07. Oktober 2017 14:41)

    Hallo Thomas,

    Ihr Jasager-Limerick hat was, aber ich würde es viel witziger finden, wenn die Frage eher umgedreht lauten würde, also ob er noch einen Liter haben wolle. Da der Jasager schon dicht ist, muss er nein sagen. Damit das Dichtsein noch glaubhafter wird, könnte man ihm in Zeile zwei auch gut drei Liter getrunkenen Wein unterstellen.

  • Torsten Hildebrand (Samstag, 07. Oktober 2017 13:28)

    Es sprach ein Tourist mal in Zell:
    Die Mosel, die macht kein Gebell.
    Sie fließt da so fein.
    Doch wäre sie Wein.
    Man söffe sie täglich und schnell."

  • Thomas Elbrecht (Freitag, 06. Oktober 2017 19:59)

    Es kroch eine Schnecke in Zell
    nach Ansicht der andern zu schnell.
    Die ängstlichen Schnecken
    beschrien ihr Verrecken;
    sie sei auf dem Highway to Hell.

  • Torsten Hildebrand (Freitag, 06. Oktober 2017 13:53)

    Ein feiner Designer aus Triebel,
    Entwarf mal aus größerer Zwiebel,
    Ein gestreiftes Jackett;
    Und besucht ein Bankett.
    Da roch bald sein Körper sehr übel.

    Es entwarf ein Designer aus Tacken,
    Von den Schalen der Zwiebel mal Jacken.
    Und die saßen sehr eng.
    Und die rochen auch streng;
    Und zerfielen bei Wind, mit dem Knacken.

  • Thomas Elbrecht (Mittwoch, 04. Oktober 2017 21:26)

    Ein Jasager schlürfte am Rhein
    im Wirtshaus gut zwei Liter Wein.
    Gefragt, ob’s ihm reicht,
    fiel’s plötzlich ganz leicht:
    Er sagte zum ersten Mal nein.

  • Winfried K (Mittwoch, 04. Oktober 2017 19:58)

    Ein Kneipenbesitzer aus Wahl
    der traf auf der Straße den Karl
    sagt, lass dich mal seh'n
    hast fünf Bier noch steh'n
    drauf der Karl, kipp se wech, die sind schal

  • Winfried K (Mittwoch, 04. Oktober 2017 19:43)

    Hallo Thomas,

    so gefällt mir der Bodybuilder noch viel besser.
    Bravo und Dankeschön
    LG Winfried

  • Torsten Hildebrand (Mittwoch, 04. Oktober 2017 13:13)

    Ein Schädlingsbekämpfer aus Triptis,
    Der zwang nun die Mäuse zum Striptis.
    Die zogen sich aus
    Und tanzten durchs Haus.
    Was sämtliche Leute vom Dip riss.

    Es saßen auf Stühlen in Wriezen,
    Die Schönsten und Schlankesten Miezen.
    Die fragten nach Geld,
    Im Wald und im Feld.
    So zahlt man in Wriezen fürs Siezen.

  • Thomas Elbrecht (Dienstag, 03. Oktober 2017 20:01)

    Gebeugt sprach ein Sänger in Ried:
    »Ich sing euch ein trauriges Lied
    voll Schmerz und voll Sehnen;
    lasst Lauf euren Tränen.
    Der Titel: Mein winziges Glied